HVB-Chef verteidigt Zusammenschluss mit UniCredit

München: - München - HVB-Chef Wolfgang Sprißler hat in München zur voraussichtlich letzten Hauptversammlung der Bank erneut die Fusion mit der italienischen UniCredit als richtigen Schritt verteidigt.

Die Entwicklungen auf dem Bankenmarkt bestärkten ihn in der Meinung, mit der Europäisierung der Bank "frühzeitig den richtigen Kurs eingeschlagen zu haben", sagte Sprißler auf dem Aktionärstreffen. Dabei wollte sich die UniCredit den Zwangsausschluss der Kleinaktionäre genehmigen lassen. Es wurde mit heftigem Widerstand von Anlegerschützern gerechnet, die unter anderem die geplante Barabfindung von 38,26 Euro je Aktie für zu niedrig halten.

Sprißler bekräftigte die Jahresziele für die Bank: "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir bei der Steigerung unserer Profitabilität und Effizienz in diesem Jahr einen weiteren großen Schritt nach vorne gehen werden", sagte der HVB-Chef. Das hohe Tempo der ersten drei Monate werde sich dabei voraussichtlich nicht ganz halten lassen. Auch die Expansionspläne in Deutschland bestätigte Sprißler. In den kommenden zwei bis drei Jahren strebe die Bank "sinnvolle und langfristig lohnende Investitionen in einem sich verändernden deutschen Bankenmarkt" an.

Gleich zu Beginn der Hauptversammlung war es zu einer Verzögerung gekommen. Ein aufgebrachter Kleinaktionär fiel durch lautstarke Zwischenrufe auf. Er verlangte, das Aktionärstreffen bis zur Ankunft mehrerer verspäteter Aufsichtsratsmitglieder aus Italien zu unterbrechen. Als er versuchte, auf das Podium zu gelangen, wurde er aus dem Saal gebracht. Vorsorglich hatte die HVB das Aktionärstreffen bereits auf zwei Tage angesetzt.

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