HVB: Unicredit übernimmt offiziell die Regie

- München - Die größte europäische Bankenfusion ist rechtlich besiegelt. Rund 94 Prozent der Aktien der HypoVereinsbank hat sich die italienische Unicredit gesichert. Mit der Freigabe der im Tausch dafür angebotenen eigenen Aktien ist die Übernahme der bayerischen Bank und ihrer hochprofitablen Tochter Bank Austria seit gestern abgeschlossen.

Auch der neue Vorstand der HypoVereinsbank AG steht. Die Nachfolge von Dieter Rampl, der in den Verwaltungsrat der Unicredit wechselt, wird - wie bereits bekannt - Wolfgang Sprißler übernehmen. Sprißler (59) war lange Jahre Finanzvorstand der HVB.

Im Zuge der Fusion hatten zwei Vorstände der HypoVereinsbank gekündigt, Privatkunden-Chefin Christine Licci und der Verantwortliche fürs Investmentbanking, Stefan Jentzsch.

In diesem Zusammenhang war auch über den Weggang des Firmenkundenvorstands Johann Berger spekuliert worden. Doch Berger, so bestätigte HVB-Sprecher Martin Roth, wird im fusionierten Unternehmen bleiben. Er wird das Immobiliengeschäft für den Gesamtkonzern verantworten, in Doppelfunktion von Mailand und München aus. Zum Personalvorstand des Konzerns wurde der Unicredit-Mann Salvator Piazzolla bestimmt.

Den Vorsitz des HVB-Aufsichtsrats übernimmt Unicredit-Chef Alessandro Profumo. Mit ihm wird der gesamte Unicredit-Konzernvorstand in das Gremium Einzug halten.

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