HVB-Chef: Keine Angst vor Bank-Eroberern

- Hamburg - HypoVereinsbank-Chef Dieter Rampl hat sich gelassen angesichts möglicher Übernahmen deutscher Kreditinstitute durch ausländische Konkurrenz gezeigt. "Was sollte schlimm daran sein, wenn ausländische Banken deutsche Banken übernehmen", sagte Rampl der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

<P>Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Rolf Breuer, der zugleich Präsident des Bankenverbandes ist, hatte vor wenigen Wochen vor "Eroberern" aus dem Ausland gewarnt.<BR><BR>"Künftig wird es in Deutschland auf jeden Fall weniger Banken geben als heute", betonte Rampl. Nach seiner Einschätzung könnte es eher zu freundlichen und nicht zu feindlichen Übernahme deutscher Kreditinstitute durch ausländische Banken kommen. Die Furcht, dass sich nach der Konsolidierung die Banken aus der Fläche zurückziehen werden, hält er für unbegründet.<BR><BR>Vor dem Hintergrund eines möglichen Verkaufs der Sparkasse Stralsund an Private fordere der Chef der HypoVereinsbank, das deutsche Dreisäulenmodell aus Sparkassen, Genossenschafts- und Privatbanken dürfe "kein Tabu sein". Den Aufruhr über den Verkauf der Sparkasse Stralsund findet Rampl "zwar verbandspolitisch, nicht aber wirtschaftlich nachvollziehbar": "Wir werden uns noch wundern, wie viele Kommunen ihre Sparkassen veräußern werden." Auch für die HVB sei eine Sparkasse interessant: "Wir könnten damit unser Geschäft verbreitern und Marktanteile gewinnen. Denn wir haben wie die Sparkassen im Privatkundengeschäft einen unserer Geschäftsschwerpunkte."</P><P>Die Frankfurter Banken-Skyline könnte durch Übernahmen ein neues Aussehen erhalten - keine schlimme Vision für HVB-Chef Rampl.</P>

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