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Die Klimakonferenz von Lima wird nach Einschätzung des Hamburgischen WeltwirtschaftsInstituts kaum Auswirkungen für den weltweiten CO2-Ausstoß nach sich ziehen.

Nach Klimagipfel

HWWI-Chef erwartet steigende CO2-Belastung

Hamburg - Die Klimakonferenz von Lima wird nach Einschätzung des Hamburgischen WeltwirtschaftsInstituts (HWWI) kaum positive Auswirkungen auf den weltweiten CO2-Ausstoß haben - das sagte HWWI-Direktor Christian Growitsch.

Vor allem China setze weiter auf Kohle. "Außerdem gehe ich davon aus, dass auch andere Schwellenländer in den nächsten Jahrzehnten eher mehr als weniger fossile Energien einsetzen werden", sagte Growitsch. Dort werde es keine Trendwende geben. Die Kostenvorteile fossiler Energieträger gegenüber erneuerbaren Energien seien nach wie vor zu groß, um sie zu ersetzen.

Growitsch plädierte für ein Zertifikatesystem, das global gehandelt wird. "Es ist es wichtig, dass CO2-Emissionen weltweit einen Preis bekommen", sagte der Forscher. Zudem gebe es mit der CCS-Technologie, der Abspaltung und Deponierung von CO2, einen wirtschaftlicheren Weg zur CO2-Einsparung als den Ausbau erneuerbarer Energien. Es sei nicht der richtige Weg, eine Technologie abzulehnen, ohne sie überhaupt erprobt zu haben. "Das bringt die Klimapolitik nicht voran", sagte Growitsch.

dpa

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