Zahlungsstopp

Hypo Alpe Adria: Weitere Bank hat Forderungen

Düsseldorf - Auch die NRW.Bank prüft im Debakel um die österreichische Skandalbank Hypo Alpe Adria rechtliche Mittel gegen den verhängten Zahlungsstopp.

Bankchef Klaus Neuhaus sagte am Montag in Düsseldorf, es sei ein Skandal, wenn sich ein EU-Land rückwirkend mit raffinierten juristischen Winkelzügen einer staatliche Garantie entledigen wolle.

Medienberichten zufolge hat die NRW-Förderbank Papiere der Hypo Alpe Adria im Volumen von 276 Millionen Euro in ihrem Portfolio. Neuhaus wollte diese Zahl mit Blick auf das laufende Verfahren „weder bestätigen, noch dementieren“. Doch betonte der Manager, dass ausreichend Risikovorsorge getroffen worden sei.

Die Regierung in Wien hatte Anfang März beschlossen, die „Bad Bank“ der Hypo Alpe Adria namens Heta abzuwickeln und dabei sämtliche Schuldenzahlungen zu stoppen. Den Gläubigern drohen damit hohe Verluste - auch deutschen Banken. Dies sorgte für umso mehr Aufregung, weil einige der Papiere vom Bundesland Kärnten garantiert worden waren. Die Düsseldorfer Hypothekenbank (DüssHyp) geriet wegen ihres Engagements in Österreich sogar derart ins Wanken, dass der Einlagensicherungsfonds des privaten Bankverbandes Geldinstitut übernehmen musste.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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