Hypo Real Estate: DSW prüft Schadensersatzansprüche von Aktionären

München - Nach dem Börsensturz der Hypo Real Estate (HRE) prüft die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), ob Aktionäre Schadensersatzansprüche gegen die Unternehmensführung geltend machen können.

"Es ist überraschend, dass der Vorstand bei jeder Gelegenheit betonte, man sei von der US-Immobilienkrise nicht betroffen und dann plötzlich hohe Wertberichtigungen vornimmt", sagte DSW-Geschäftsführer Carsten Heise dem "Münchner Merkur" (Donnerstagsausgabe). Die Schutzvereinigung ermittle nun, ob das HRE-Management gegen Publizitätspfichten verstoßen habe.

Dies wäre laut Heise der Fall, wenn der Vorstand schon eher von Risiken gewusst und die Öffentlichkeit nicht mit einer Adhoc-Mitteilung informiert hätte. Noch ist das allerdings unklar: "Bei der gegenwärtigen Informationslage ist es zu früh, über rechtliche Schritte zu entscheiden", sagt Carsten Heise. Er rät Anlegern deswegen davon ab, voreilig den Klageweg zu beschreiten. Zumal die Verjährungsfrist nach seinen Worten bis zu drei Jahre beträgt.

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