Hypo Real Estate: DSW prüft Schadensersatzansprüche von Aktionären

München - Nach dem Börsensturz der Hypo Real Estate (HRE) prüft die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), ob Aktionäre Schadensersatzansprüche gegen die Unternehmensführung geltend machen können.

"Es ist überraschend, dass der Vorstand bei jeder Gelegenheit betonte, man sei von der US-Immobilienkrise nicht betroffen und dann plötzlich hohe Wertberichtigungen vornimmt", sagte DSW-Geschäftsführer Carsten Heise dem "Münchner Merkur" (Donnerstagsausgabe). Die Schutzvereinigung ermittle nun, ob das HRE-Management gegen Publizitätspfichten verstoßen habe.

Dies wäre laut Heise der Fall, wenn der Vorstand schon eher von Risiken gewusst und die Öffentlichkeit nicht mit einer Adhoc-Mitteilung informiert hätte. Noch ist das allerdings unklar: "Bei der gegenwärtigen Informationslage ist es zu früh, über rechtliche Schritte zu entscheiden", sagt Carsten Heise. Er rät Anlegern deswegen davon ab, voreilig den Klageweg zu beschreiten. Zumal die Verjährungsfrist nach seinen Worten bis zu drei Jahre beträgt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Investor interessiert am insolventen Küchenbauer Alno
Pfullendorf (dpa) - Für die Belegschaft des insolventen Küchenbauers Alno gibt es wieder etwas Hoffnung. In der kommenden Woche würden Gespräche geführt mit einem …
Investor interessiert am insolventen Küchenbauer Alno
BMW verärgert über Kronzeugenanträge von Daimler und VW
München (dpa) - BMW ist verärgert über die Anträge von Daimler und Volkswagen, im Fall des Kartellverdachts gegen die deutsche Autoindustrie als Kronzeugen zur …
BMW verärgert über Kronzeugenanträge von Daimler und VW
Kaufhof-Mutter HBC trennt sich von Chef Storch
Die Warenhauskette Kaufhof steckt in der Krise - wie auch die kanadische Mutter HBC. Nun verlässt HBC-Chef Storch den Konzern. Kaufhof gibt sich gelassen.
Kaufhof-Mutter HBC trennt sich von Chef Storch
EU-Kommission erwartet Aufholjagd bei schnellem Internet
Europa hängt bei Zukunftstechnologien in wichtigen Bereichen hinterher. Doch nach dem jüngsten EU-Gipfel können Online-Shopper und Nutzer des mobilen Internets hoffen.
EU-Kommission erwartet Aufholjagd bei schnellem Internet

Kommentare