HypoVereinsbank: Gerücht um Gegenangebot aus Großbritannien

- München - Nach der Ankündigung der Fusion zwischen HypoVereinsbank und Unicredit reißen die Spekulationen um mögliche Gegenangebote nicht ab. Nachdem die französische Zeitung "La Tribune" berichtet hatte, die Großbanken BNP Paribas und Socié´té´ Generale könnten der italienischen Unicredit die Übernahme der HVB mit einem Gegenangebot streitig machen, bringt nun "Focus" die Royal Bank of Scotland als Gegenanbieter ins Gespräch.

<P class=MsoNormal>Das Blatt berichtete unter Berufung auf Finanzkreise, die Royal Bank of Scotland wolle unmittelbar vor der endgültigen Fusion ein Gegengebot vorlegen. Der britische Bankenriese, der an der Börse doppelt so viel wert sei wie die Deutsche Bank, plane eine Offerte, die bis zu 1,50 Euro pro Aktie über dem Angebot der Italiener liege, berichtete das Magazin.</P><P class=MsoNormal>Allerdings könne sich das britische Geldinstitut noch Zeit lassen, da die Unicredit-Aktionäre erst am 27. Juli einer Kapitalerhöhung zustimmen sollten, mit der die geplante Fusion bezahlt werden solle. Ab August soll den HVB-Aktionären ein Tausch ihrer Anteile in Unicredit-Aktien angeboten werden - eine HVB-Aktie gegen fünf Unicredit-Papiere. Nach derzeitigem Kurs wären das knapp 21 Euro pro Aktie.</P><P class=MsoNormal>Schon zuvor hatte die angekündigte Übernahme der HVB durch Unicredit Spekulationen um weitere Banken-Übernahmen in Deutschland angeheizt. Schon damals war die Royal Bank of Scotland als möglicher Fusionspartner im Gespräch - allerdings wurde sie damals als eines von mehreren europäischen Geldinstituten gehandelt, die laut "Wall Street Journal" ein Übernahmeangebot für die Commerzbank erwägen könnten.</P><P class=MsoNormal>Unterdessen berichtet die HypoVereinsbank von ersten Sanierungserfolgen. Durch die Verbesserung interner Abläufe habe man bereits "große Fortschritte erzielt", sagte HVB-Privatkundenvorstand Christine Licci (siehe auch Interview). "Wir werden im laufenden Jahr deutlich schwarze Zahlen schreiben."</P><P class=MsoNormal>Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu, der versucht haben soll, eine Übernahme der HVB hinter den Kulissen zu verhindern, hofft nun auf Entwicklungspotenziale für die Bank. Wenn die Konjunktur in Deutschland wieder an Fahrt gewinne, könne die HVB davon auch unter dem Dach der Unicredit profitieren. Es gelte aber auch, sich das deutsche Drei-Säulen-Modell zwischen Sparkassen, privaten und Genossenschaftsbanken genauer anzuschauen. "Man muss in Deutschland überlegen: Welche Strategien schlagen wir ein", sagte Wiesheu.</P>

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