HypoVereinsbank prüft Verkauf der Westfalenbank

- München - Die HypoVereinsbank (HVB) prüft den Verkauf ihrer Bochumer Tochter Westfalenbank. Die Bank sei mit mehreren Interessenten im Gespräch, berichtete die "Financial Times Deutschland". Ein HVB-Sprecher wollte dazu keine Stellungnahme abgeben.

<P>In Branchenkreisen gelten aber ein Verkauf der Westfalenbank oder ein Joint Venture als Optionen, wie die HypoVereinsbank Not leidende Kredite abwickeln könnte. Die HVB hatte die Westfalenbank Anfang 2002 an die mittlerweile in Liquidation befindliche Düsseldorfer Falke Bank verkauft. Wegen der Schieflage der Falke Bank musste das Münchner Geldhaus seine frühere Tochter im vergangenen Jahr zurück kaufen. Damit sollte die Fortführung des Geschäftsbetriebs der Westfalenbank gesichert werden.</P><P>Dem Bericht zufolge sind Investmentbanken wie Credit Suisse First Boston (CSFB) und Finanzinvestoren wie Cerberus unter den Interessenten. Diese würden die Westfalenbank als Plattform für die Abwicklung fauler oder gefährdeter Kredite nutzen wollen. Eine Option sei daher auch, dass die HVB die Bank vor dem Verkauf mit einem Kreditpaket ausstatte, um sie attraktiver zu machen, hieß es. Branchenkreisen zufolge sieht die HVB für eine Lösung keinen Zeitdruck, eine unmittelbare Entscheidung stehe nicht bevor.</P><P>Eine Reihe von Finanzinvestoren und Investmentbanken interessieren sich derzeit für kleinere Institute, die sie als Plattform für die Abwicklung gekaufter Kreditpakete nutzen können. Die HVB hatte erst vor kurzem bekannt gegeben, dass sie Immobilienkredite mit einem Volumen von 15 Milliarden Euro auslagern und innerhalb von drei Jahren abbauen will.</P>

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