Weitere folgen in Kürze

Hypovereinsbank schließt erste Filialen in Oberbayern

München – Die Hypovereinsbank (HVB) hat begonnen, erste Filialen in Oberbayern zu schließen. Fünf Standorte in München wurden bereits in den vergangenen Wochen dicht gemacht.

Weitere Niederlassungen in Gilching, Unterföhring, Schongau, Waging, Brannenburg und Kolbermoor folgen in den kommenden Wochen. Diese Informationen unserer Zeitung bestätigte ein Sprecher der HVB gestern auf Anfrage.

Laut der Bank werden die Filialen mit benachbarten Niederlassungen verschmolzen. Die Standorte in Haar und am Olympiadorf wurden mit den Niederlassungen in Waldtrudering und am Frankfurter Ring zusammengelegt, die Filiale am Odeonsplatz mit der Niederlassung im Lehel. Ebenso wurde mit den bereits geschlossenen Filialen in Ramersdorf (Ostbahnhof) und am Stiglmaierplatz (Augustenstraße) verfahren.

Am Freitag, 29. August, schließen weitere HVB-Filialen in der Region ihre Türen. Die Standorte in Schongau und Waging (Kreis Traunstein) werden mit Weilheim und Traunstein verschmolzen. Am 10. Oktober wird die Schließungswelle fortgesetzt. Die Filialen in Gilching (Kreis Starnberg) und Unterföhring (Kreis München), Brannenburg und Kolbermoor (beide Kreis Rosenheim) werden dicht gemacht. Kunden können sich dann künftig an die Standorte in Germering, Ismaning, Bad Aibling und Rosenheim wenden. Vergangene Woche wurden die betroffenen Kunden über die Pläne informiert.

Während Filialen geschlossen werden, sollen die verbleibenden bis Ende 2015 ausgebaut und modernisiert werden. Die Umbaumaßnahmen starten an den ersten Standorten in Deutschland laut HVB noch in diesem Herbst. Die Mitarbeiter der geschlossenen Filialen scheiden nach Informationen der Bank nicht automatisch aus, sondern werden zunächst in die benachbarten Standorte verlegt.

Die nun bekannt gewordenen Schließungen in der Region sind allerdings erst der Anfang. Insgesamt will die HVB bis 2015 rund 240 ihrer 580 Standorte in Deutschland schließen. Der Gewerkschaft Verdi zufolge treffen die Pläne vor allem den Freistaat. Nach Verdi-Angaben sollen in Bayern etwa 190 Filialen und rund 1200 Stellen wegfallen. Allein im Raum München seien rund 30 Niederlassungen betroffen. Die Zahlen der Gewerkschaft wollte die HVB auch gestern nicht kommentieren. „Wir können uns zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu Planzahlen äußern“, sagte ein HVB-Sprecher. Nur so viel: Am Ende sollen 283 Filialen und 54 Beratungscenter deutschlandweit übrig bleiben.

Manuela Dollinger

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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