HypoVereinsbank steckt weiterhin in der Verlustzone

- München - Die HypoVereinsbank steckt trotz operativer Fortschritte noch in der Verlustzone. "Wir liegen gut im Plan", sagte HVB-Chef Dieter Rampl in München. Im zweiten Quartal betrug das Minus 67 Millionen Euro. Damit ging der Verlust verglichen mit dem ersten Quartal leicht um 10 Millionen Euro zurück. Er war aber höher, als von Analysten erwartet. Dennoch zeigte der Sanierungskurs erste Erfolge. Daher rechnet Rampl im Gesamtjahr weiterhin mit einem Gewinn vor Steuern zwischen 300 und 600 Millionen Euro.

<P>Die HypoVereinsbank befindet sich derzeit in einem radikalen Umbau. "Der positive operative Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres unterstreicht die konsequente Umsetzung unseres Transformationsprozesses", sagte Rampl. Im zweiten Quartal stieg das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorquartal um gut 14 Prozent auf 127 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr war das Betriebsergebnis mit 238 Millionen Euro wieder positiv nach einem Verlust von 413 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.</P><P>Erlöse aus dem Börsengang der Tochter Bank Austria und dem Verkauf der Norisbank sind in den Quartalszahlen noch nicht enthalten. Mit dem Erlös aus den Anteilsverkäufen von bisher 1,4 Milliarden Euro will die HVB ihre angeschlagene Kapitaldecke stärken.</P><P>In den vergangenen Quartalen hat der HVB vor allem die hohe Risikovorsorge zu schaffen gemacht. Sie hat das dickste Kreditbuch aller Banken in Europa und bekam die Pleitewelle so besonders stark zu spüren. Im zweiten Quartal sank die Risikovorsorge von 949 auf 760 Millionen Euro. Im Zuge ihres Umbaus will sich die HVB komplett von ihrem gewerblichen Immobilien-Geschäft trennen und dieses an die Börse bringen.</P><P>Der Zinsüberschuss sank im Halbjahr um drei Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Wegen schwacher Erträge im Wertpapier- und Depotgeschäft ging der Provisionsüberschuss um 4,5 auf 1,3 Milliarden Euro zurück. Das Handelsergebnis wurde von dem jüngsten Aufschwung an den Börsen beflügelt und stieg um zwölf Prozent auf 487 Millionen Euro. Die Kosten senkte die HVB weiter. Der Verwaltungsaufwand sank im Halbjahr um elf Prozent auf 3,3 Milliarden Euro.</P>

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