HypoVereinsbank: Weiterer massiver Stellenabbau droht

- München - Bei der HypoVereinsbank (HVB) steht offenbar ein weiterer Stellenabbau bevor. Die zweitgrößte deutsche Privatbank will ihre Kostenbasis im kommenden Jahr um rund 300 Millionen Euro reduzieren, heißt es in gut informierten Branchenkreisen. Weil sich diese Summe nicht allein durch Sacheinsparungen erzielen lässt, wird angenommen, dass auch beim Personal gekürzt wird. Das "Manager Magazin" berichtet von 2000 Jobs, die gefährdet seien. Ein Analyst von Sal. Oppenheim nannte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sogar die Zahl 2700.

<P>Eine Sprecherin des Münchner Geldhauses wollte die Spekulationen gegenüber unserer Zeitung nicht kommentieren. HVB-Chef Dieter Rampl hatte aber bereits Anfang November einen Stellenabbau im kommenden Jahr nicht ausgeschlossen. Er hatte angekündigt, "die Infrastruktur auf den Prüfstand zu stellen", nachdem der Gewinn im dritten Quartal eingebrochen war. Da das Geschäftsfeld Deutschland besonders enttäuschte, wird erwartet, dass der Rotstift vor allem in dieser Sparte angesetzt wird. Konkretes will die Bank Anfang 2005 bekannt geben. Es sickerte durch, dass Ende November in einer Aufsichtsratssitzung über Maßnahmen diskutiert wird.<BR><BR>An diesem Termin steht laut "Manager Magazin" noch ein weiteres, viel beachtetes Thema auf der Tagesordnung: die Personalie Christine Licci. Die Südtirolerin hatte im Mai überraschend ihren Posten als Deutschland-Chefin der Citibank aufgegeben. Seitdem halten sich Gerüchte, dass Licci bei der HVB anheuern wird. Mittlerweile gilt die Verpflichtung der Privatkunden-Expertin als sehr wahrscheinlich.</P>

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