HypoVereinsbank will Jobs nach Polen verlagern

München - Die HypoVereinsbank (HVB) will nach übereinstimmenden Medienberichten rund 250 Arbeitsplätze nach Polen verlagern. Dies sei Teil eines Plans, mit dem die italienische Grossbank Unicredit bei ihren Töchtern Kosten senken wolle, schreibt das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Wie die HVB der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag) außerdem bestätigte, sollen weitere 300 Mitarbeiter unter anderem aus den Bereichen Gebäudemanagement und Hauspost an einen externen Dienstleister ausgelagert werden. Laut Betriebsrat sei daran gedacht, die Aktivitäten zu verkaufen. Als Käufer im Gespräch seien unter anderem die Firma Dussmann sowie die Post. Ziel sei es, durch die Auslagerung dieser Bereiche bis zu 25 Millionen Euro im Jahr einzusparen, hieß es bei der HVB.

Langfristig sollen laut "Spiegel" die Backoffice-Abteilungen aller 23 Länder der Unicredit-Group, die keinen direkten Kundenkontakt haben und sich etwa um die Verwaltung von Baufinanzierungen kümmern, in einer zentralen Gesellschaft gebündelt werden. In einem ersten Schritt würden die Konzernstrategen die Aktivitäten von sieben Ländern in der "neuen Abwicklungsfabrik" zusammenfassen. Die betroffenen Stellen sollen über die natürliche Fluktuation, Vorruhestandsregelungen, Freiwilligenaktionen oder Umschulungen abgebaut werden.

Die Arbeitnehmervertreter wollen der "Süddeutschen" zufolge die Mitarbeiter in der nächsten Woche zu Betriebsversammlungen an allen großen HVB-Standorten zusammenrufen, um über die Pläne zu informieren. Betriebsräte befürchten, die jetzt bekannt gewordenen Verlagerungen könnten lediglich "ein erster Schritt" sein. So könnten bis zu 1800 der rund 23 000 HVB-Mitarbeiter von den Sparmaßnahmen betroffen sein.

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