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Klimaschutz spielt bei der anstehenden IAA 2019 eine große Rolle. Wie offen ist der Verband der Automobilindustrie gegenüber neuen Mobilitätsformen?

Klimaschutzdebatte vor Automesse

IAA 2019: Blockt der Automobilverband eine offene Mobilitätsdiskussion?

„Die Mobilität der Zukunft“, lautet das Motto der diesjährigen IAA. Einem offenen Dialog über die Antriebsformen der Zukunft steht der VDA jedoch offenbar skeptisch entgegen.

Frankfurt/Main - In wenigen Wochen beginnt das Messe-Highlight der europäischen Autoindustrie, wenn die IAA 2019 ihre Pforten öffnet. Vor der Internationalen Automobilausstellung in der Main-Metropole Frankfurt gibt es Streit um einen geplanten Klima-Dialog. Der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Ausrichter der IAA ist, sei nicht bereit für die Diskussion in einem öffentlichen Rahmen, wie der Trägerkreis einer geplanten Großdemonstration von Umwelt- und Fahrradverbänden mitteilt. Hierzu gehören neben weiteren auch die Institutionen Greenpeace, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

IAA 2019: Demonstrationen am Rande der Automesse geplant

Der VDA hatte nach den ersten Protestaufrufen Gespräche angeboten, will sie nach Darstellung der Demo-Organisatoren nun aber hinter verschlossenen Türen führen. „Der VDA kennt unsere Forderungen für eine klimagerechte Verkehrswende. Gespräche im Hinterzimmer sind deshalb nicht zielführend. Wir wollen eine öffentliche und für alle zugängliche Diskussion“, erklärte eine Sprecherin des Trägerkreises. Der VDA verwies in einer Stellungnahme zu den Vorwürfen auf laufende Gespräche und zeigte sich „nach wie vor dialogbereit“. Die IAA 2019 sei eine ideale Plattform - „auf der IAA soll Mobilität gesehen, erfahren und darüber diskutiert werden“, teilte der Verband mit.

Die Organisatoren der Großdemonstration haben unter dem Motto „#aussteigen“ zu einer Fahrrad-Sternfahrt und einer Fußgänger-Demonstration am ersten IAA-Samstag (14. September) aufgerufen. Am Montag hatte bereits das Aktionsbündnis „Sand im Getriebe“ Gespräche mit dem Industrieverband verweigert. Diese Demonstranten wollen die Messe am ersten Publikumssonntag (15. September) auch mit illegalen Mitteln blockieren.

Auch im Bereich Tourismus spielt Klimaschutz eine immer größere Rolle: Bei „Markus Lanz“ wurden die umweltschädlichen Auswirkungen von Kreuzfahrtreisen diskutiert. Was denkt der Boss des größten Touristikkonzerns? 

dpa/pf

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