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Vor IAA in München: Daimler-Chef erwartet deutliche Entspannung der Chip-Krise erst 2023 

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Von: Patrick Huljina

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In der kommenden Woche startet die Automesse IAA Mobility in München. Daimler-Chef Källenius erwartet erst für 2023 eine deutliche Entspannung der Chip-Krise.

München - Mikrochips sind heutzutage allgegenwärtig. Kein Computer, kein Auto, keine Maschine kommt mehr ohne Halbleiter aus. Doch Chips sind knapp wie nie. Weil viele Autobauer in der Corona-Pandemie* kurzfristig die Bestellungen für Halbleiter stornierten, schwenkten die Chip-Hersteller um und produzierten für IT-Hersteller oder die Anbieter von Unterhaltungselektronik.

Vor Beginn der IAA: Daimler erwartet erst 2023 deutliche Entspannung der Chip-Krise

Daimler-Vorstandschef Ola Källenius sagte vor Beginn der Automesse IAA* in München, er erwarte etwas Entspannung, aber noch kein Ende der Halbleiter-Krise. Die jüngsten Corona-Lockdowns in Malaysia hätten Mercedes-Benz im laufenden Quartal getroffen, und „die Situation ist volatil“, so Källenius.

Er hoffe, dass es im vierten Quartal besser werde. Aber die Nachfrage nach Halbleitern werde auch nächstes Jahr höher sein als die weltweite Produktionskapazität. Das sei ein strukturelles Problem und habe nichts mit der Pandemie zu tun. Erst 2023 erwarte er daher eine deutliche Entspannung, sagte der Daimler-Vorstandschef.

Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, präsentiert während der Mercedes-Benz «Pre-Night» vor Beginn der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA Mobility) den neuen Mercedes-Benz «EQE».
Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, präsentiert vor Beginn der IAA den neuen Mercedes-Benz „EQE“. © Sven Hoppe/dpa

Vor Beginn der IAA in München: BMW überholt Mercedes bei Absatzzahlen

BMW* hatte Mercedes bei den Absatzzahlen im ersten Halbjahr überholt und will 2030 schon drei Millionen Autos verkaufen, ebenso wie Audi. Källenius sagte, für ihn sei Gewinn wichtiger als Volumen. Mercedes-Benz wolle mit guter Technik und Ästhetik Autos zu „Premiumpreisen“ verkaufen und nicht „unten rumjagen“ und Autos ohne gute Renditen an Autovermieter verkaufen. Das Oberklasse-Segment biete Mercedes großes Wachstumspotenzial.

Auch beim autonomen Fahren überlasse Mercedes* das Robotaxi gerne den Volumenherstellern, so Källenius. Für Mercedes sei die Anwendung im Privatauto wichtig. Mit dem elektrischen EQS hat Mercedes vor den großen deutschen Konkurrenten ein Auto auf dem Markt, das auf der Autobahn bis Tempo 60 selbstständig fahren kann.

Die Automobil-Industrie will mit der IAA Mobility in München einen Neustart feiern. Doch Klimaaktivisten riefen bereits im Vorfeld zum Widerstand auf – es soll massive Proteste geben. München stehen unruhige Tage bevor. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte den „größten Polizei-Einsatz seit 20 Jahren“ an. (ph/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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