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IBM musste das dreizehnte Quartal mit einem Minus in Folge verbuchen. Foto: Fredrik von Erichsen

Negativserie reißt nicht ab

IBM wartet weiter auf die Wende

Armonk - Der Weg vom Computerdino zum modernen Tech-Riesen bleibt für IBM holprig. Die Cloud-Dienste wachsen zwar rasant, aber das Geschäft ist noch nicht stark genug, um die Rückgänge in den etablierten Sparten aufzufangen. Chefin Rometty bittet Investoren um Geduld.

Die Negativserie bei IBM reißt nicht ab: Der Computerkonzern muss weiter auf steigende Umsätze warten - von April bis Juni fiel das Minus sogar überraschend hoch aus.

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sanken die Erlöse um 14 Prozent auf 20,81 Milliarden Dollar (19,22 Mrd Euro), wie IBM mitteilte. Es war bereits das dreizehnte Quartal mit einem Rückgang in Folge.

Anleger hatten sich mehr erhofft - die Aktie sank nachbörslich zunächst um fast vier Prozent. Der Gewinn ging um 17 Prozent auf 3,45 Milliarden Dollar zurück. IBM setzte auch der starke Dollar zu, der Auslandseinnahmen nach Umrechnung in US-Währung verringert.

"Die Ergebnisse zeigen, dass wir uns weiter im Wandel befinden", kommentierte IBM-Chefin Ginni Rometty die Zahlen. Der Konzern will sich vom klassischen Computer-Geschäft zum modernen Anbieter von Daten-Analyse und Cloud-Services - der Auslagerung von Daten und Programmen auf große Rechner im Internet - entwickeln.

Die zukunftsträchtigen Cloud-Dienste legten auch weiter kräftig zu - der Umsatz zog hier im letzten Quartal um 50 Prozent an. Ohne Berücksichtigung der ungünstigen Wechselkursentwicklung wären es sogar über 70 Prozent gewesen. Die Sparte wachse zu einem "signifikanten Teil des Geschäfts", so Rometty.

Allerdings kämpft IBM mit starker Konkurrenz wie Microsoft oder Amazon. "IBM hat den Zug verpasst", kommentierte Experte Mark Vickery vom Analysehaus Zacks Investment Research. Zwar wachse das Cloud-Geschäft nun deutlich, aber der Konzern sei spät dran und bleibe weit abgeschlagen hinter den großen Wettbewerbern.

Außerdem muss IBM Rückgänge in anderen Bereichen kompensieren. So schrumpften die Erlöse in der Hardware-Sparte zuletzt um 32 Prozent und im Software-Geschäft um zehn Prozent. Investoren zeigen bislang noch Geduld - seit Jahresbeginn ist die Aktie um acht Prozent gestiegen. An operativer Stärke liege das jedoch nicht, warnt Analyst Vickery: "IBM verlässt sich auf Aktienrückkäufe und Kostensenkungen."

IBM-Mitteilung

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