Ideen statt Sparmaßnahmen

- Hamburg - Siemens-Chef Klaus Kleinfeld setzt bei der Strategie für die Zukunft des Konzerns vor allem auf Innovation. In einem "Spiegel"-Interview verteidigte Kleinfeld am Wochenende zugleich den Verkauf der Handy-Sparte an das taiwanesische Unternehmen BenQ und wandte sich entschieden gegen die Forderung der IG Metall, in diesem Sektor die 35-Stunden-Woche wieder einzuführen.

Diese Diskussion sei nicht im Sinne des örtlichen Betriebsrats und der Belegschaft, sagte der Vorstandschef. "Eins ist doch klar: Nur erfolgreiche Geschäfte schaffen sichere Arbeitsplätze. Dabei kommt es auf die Leistung genauso an wie auf die Kosten", betonte Kleinfeld. Der Verkauf an BenQ sei "eine weitsichtige Lösung", von der alle profitierten - Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre. "Abstoßen ist kein Wert an sich", räumte er ein.

Für die Zukunft des Konzerns forderte Kleinfeld: "Wir müssen schneller werden, schneller die Zukunft sehen, schneller Patente anmelden, schneller auf Kundenwünsche eingehen." Von den 13 Bereichen des Konzerns seien zwei deutlich von den Vorgaben entfernt, nämlich die Sparten Communications und Siemens Business Services. "Dort ist wie bei allen anderen die Innovationskraft der Schlüssel", fügte der Siemens-Chef hinzu. "Den Krieg gewinnen Sie mit Ideen, nicht mit Sparmaßnahmen." Kostenstrukturen seien nur ein "Hygienefaktor".

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