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Clemens Fuest ist seit April Präsident des Münchner ifo-Instituts.

Merkur-Interview mit Clemens Fuest

Ifo-Chef sieht viel Spielraum für Steuerentlastungen

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München - Ein bisschen weniger Steuern für alle: Union und SPD haben sich offenbar auf Steuererleichterungen für 2017 und 2018 verständigt - Entlastungsvolumen: gut 6 Milliarden Euro. Ifo-Chef Clemens Fuest sieht da weitaus mehr Spielraum.

Der Experte spricht von 20 Milliarden Euro.

Clemens Fuest, Präsident des Münchner ifo-Instituts, sieht weitaus größere Spielräume für Steuerentlastungen, als die Einigung zwischen Union und SPD es vorsieht. „Wenn man nicht will, dass immer mehr Ressourcen Richtung Staat verlagert werden, muss man jetzt steuerlich entlasten. Denn wenn man nichts tut, steigt die Steuerquote bis 2020 um 0,6 Prozentpunkte“, sagt Fuest im Interview mit dem Münchner Merkur. Daraus ergebe sich ein Volumen von knapp 20 Milliarden Euro. „In dieser Größenordnung haben wir Spielraum für Steuerentlastungen“, so Fuest. 

Wie aus Koalitionskreisen in Berlin verlautete, haben sich Union und SPD am Donnerstag im Vorfeld eines Spitzengesprächs auf Steuererleichterungen für 2017 und 2018 geeinigt. Das Entlastungsvolumen beträgt demnach in der Endstufe 2018 6,3 Milliarden Euro, davon sollen 2,6 Milliarden Euro bereits 2017 wirksam werden.

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