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Das Ifo-Geschäftsklima ist einer der bedeutendsten Wirtschaftsindikatoren für Deutschland. Foto: Arno Burgi

Stimmung leicht abgekühlt

Ifo-Geschäftsklima entfernt sich von Rekordhoch

München (dpa) - Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Dezember nach einem Rekordhoch im Vormonat etwas abgekühlt. Das Geschäftsklima fiel um 0,4 Punkte auf 117,2 Zähler, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte.

Damit konnte der Rekordstand vom November nicht gehalten werden. Bankvolkswirte hatten mit einer Stagnation des Indikators gerechnet. Die Erwartungen für das kommende halbe Jahr verschlechterten sich, während die Bewertung der aktuellen Lage besser ausfiel.

"Zur Weihnachtszeit ist die Stimmung in den deutschen Chefetagen ausgezeichnet, aber nicht mehr ganz so euphorisch wie im Vormonat", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die Umfrageergebnisse.

In den einzelnen Wirtschaftsbereichen fiel die Entwicklung unterschiedlich aus. Besser war die Stimmung im Einzelhandel, der von einem "glänzenden Weihnachtsgeschäft" berichtet habe, sowie im Baugewerbe. In der Industrie und im Großhandel gab das Geschäftsklima dagegen nach.

"Offenbar nehmen die Unternehmen zur Jahreswende wieder die Risiken etwas stärker in den Blick", sagte Uwe Burkert, Chefökonom der Landesbank Baden-Württemberg. "Das können Vorboten des Brexit sein, vielleicht auch die gescheiterte Regierungsbildung in Deutschland."

Das Ifo-Geschäftsklima ist einer der bedeutendsten Wirtschaftsindikatoren für Deutschland. Die monatliche Umfrage basiert auf etwa 7000 Meldungen von Unternehmen. Die Prognosekraft des Indikators für die tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung gilt unter Fachleuten als hoch.

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