ifo-Index: Weltwirtschaftklima verschlechtert sich

München - Das weltweite Wirtschaftsklima hat sich nach Einschätzung von Experten im dritten Quartal leicht eingetrübt. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate verdunkelten sich.

Vom Münchner ifo-Institut befragte Volkswirte schätzten die aktuelle Lage zwar besser ein als noch in der ersten Jahreshälfte, korrigierten die Wirtschaftserwartungen für die kommenden sechs Monate allerdings nach unten. Das teilten die Wirtschaftsforscher am Mittwoch mit. Nach Meinung der Fachleute deuten die Ergebnisse darauf hin, dass sich die Erholung der Weltkonjunktur in der zweiten Jahreshälfte verlangsamt fortsetzen wird. Der Klimaindikator fiel den Angaben zufolge von 104,1 Punkten im Vorquartal auf 103,2 Zähler. Die Beurteilung der derzeitigen Lage kletterte von zuvor 80,4 Zählern auf 93,5 Punkte. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate verdunkelten sich: Der entsprechende Teilindex sank um 14 Zähler auf 112,3 Punkte.

In den USA lag der Klimaindex laut ifo erneut unter dem langfristigen Durchschnitt. Die Urteile zur aktuellen Lage seien zwar besser ausgefallen als in der vorangegangenen Erhebung, ohne jedoch die “Zufriedenheitsmarke“ zu erreichen. In Asien habe sich die bereits gute Wirtschaftslage zwar weiter verbessert, abgenommen habe aber auch hier der Optimismus die kommenden Monate betreffend. Dagegen fiel die Bewertung der aktuellen Lage in Westeuropa deutlich besser aus als im weltweiten Durchschnitt. Mit Blick auf das zweite Halbjahr ergab sich ebenfalls ein leichter Anstieg des Klimaindexes.

Entwicklung des Euro als stabil eingeschätzt

Die befragten Wirtschaftsfachleute erwarten den Angaben nach zwar eine höhere Inflation als im Vorjahr - 3,1 Prozent im Vergleich zu 2,5 Prozent, gegenüber der vorangegangenen Umfrage seien die Werte aber stabil geblieben. Anders als in früheren Erhebungen werde der Euro gegenüber dem Dollar als leicht unterbewertet eingestuft, hieß es. Insgesamt jedoch werde für die nächsten sechs Monate mit annähernd stabilen Wechselkursen der vier großen Weltwährungen Euro, Dollar, Yen und Pfund gerechnet. An der Befragung nahmen nach ifo-Angaben 1.103 Experten in 116 Ländern teil. Die Erhebung wird gemeinsam mit der Internationalen Handelskammer in Paris (ICC) durchgeführt. Ende## DAPD

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