+
Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo-Institut.

ifo: Industrie will deutlich mehr investieren

München - Der robuste Aufschwung in Deutschland versetzt die Industrie in Investitionslaune. In diesem Jahr wollen die Unternehmen real zehn Prozent mehr in neue Bauten und Ausrüstungsgüter stecken als 2010.

Das ergab der aktuelle Investitionstest des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, der am Freitag in München veröffentlicht wurde. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Investitionen auf gut 38 Milliarden Euro, damit lag der Zuwachs bei knapp drei Prozent. Vor allem größere Unternehmen wollen ihre Investitionsausgaben erhöhen, erklärten die Konjunkturforscher.

Kleinere Firmen, die in ihren Planungen flexibler seien, hätten ihre Ausgaben für neue Bauten und Ausrüstungsgüter schon im Vorjahr kräftig aufgestockt. An erster Stelle der Investitionsmotive stehen wie schon im Vorjahr die Ersatzinvestitionen. Aber auch Erweiterungsmaßnahmen gewinnen an Bedeutung. Abgesehen vom Bergbau planten alle Hauptgruppen des verarbeitenden Gewerbes eine Aufstockung ihrer Investitionen, hieß es. Für den Investitionstest, den das ifo Institut zweimal jährlich durchführt, wurden im Schlussquartal 2010 gut 1800 Unternehmen befragt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax bügelt Corona-Crash immer mehr aus
Frankfurt/Main (dpa) - Weitere Vorschusslorbeeren von Anlegern für die Weltwirtschaft in Zeiten des Coronavirus haben den deutschen Aktienmarkt auch am Mittwoch kräftig …
Dax bügelt Corona-Crash immer mehr aus
WEF-Treffen: Mehr Investitionen in Nachhaltigkeit gefordert
Nach dem coronabedingten Einbruch der Weltwirtschaft steht ihre Wiederbelebung an. Führende Männer und Frauen aus der Wirtschaft fordern, diese nachhaltiger zu gestalten …
WEF-Treffen: Mehr Investitionen in Nachhaltigkeit gefordert
Flughafen Tegel schließt doch erst im November
Lange hatten Bund und Länder darüber gestritten, ob sie in der Flaute einen der beiden Berliner Flughäfen schließen sollen. Seit Kurzem sind sie sich einig. Doch nun …
Flughafen Tegel schließt doch erst im November
Schrumpfkurs bei Lufthansa - "Werden jeden Stein umdrehen"
Die Corona-Krise brockt der Lufthansa einen Milliardenverlust ein. Das Unternehmen will die Kosten deutlich senken. Zahlreiche Jobs stehen auf der Kippe.
Schrumpfkurs bei Lufthansa - "Werden jeden Stein umdrehen"

Kommentare