+
Die wirtschaftliche Annäherung zwischen Ost- und Westdeutschland ist schon vor zwanzig Jahren zum Stillstand gekommen. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv

ifo Institut: Ostdeutschland bleibt auch in Zukunft zurück

Tutzing/Dresden (dpa) - Die Wirtschaftskraft der ostdeutschen Länder wird nach Einschätzung des ifo Instituts auch das nächste Vierteljahrhundert hinter dem Westen zurückbleiben.

"Alles spricht dafür, dass Ostdeutschland in den nächsten 25 Jahren nicht aufholen kann", sagte Joachim Ragnitz, stellvertretender Leiter der ifo Niederlassung Dresden, laut einer vorab verbreiteten Mitteilung bei einem Vortrag in Tutzing anlässlich der deutschen Wiedervereinigung vor 25 Jahren.

Die Annäherung zwischen Ost- und Westdeutschland im Sinne der Wirtschaftsleistung sei bereits vor zwanzig Jahren zum Stillstand gekommen. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der Bevölkerung verharre seit 1995 bei 75 Prozent des westdeutschen Durchschnitts. "Wir sollten von der ohnehin illusorischen Vorstellung einer "Angleichung der Lebensverhältnisse" Abstand nehmen", so Ragnitz.

Als Grundlage für seine Prognose nannte er kurzfristig kaum zu behebende strukturelle Ursachen wie das Fehlen von hochproduktiven Großunternehmen in Ostdeutschland. Es gebe jedoch einzelne Wachstumspole wie Dresden, Leipzig, Jena und das Berliner Umland mit durchaus positiven Perspektiven.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Geplanter Börsengang: Mit diesen Millionen-Einnahmen kalkuliert Dropbox
Der Online-Speicherdienst Dropbox will 500 Millionen Dollar (407 Mio Euro) mit seinem geplanten Börsengang einnehmen.
Geplanter Börsengang: Mit diesen Millionen-Einnahmen kalkuliert Dropbox
Begrenzte Diesel-Fahrverbote geplant
Am Dienstag wollen die höchsten deutschen Verwaltungsrichter über die Zulässigkeit von Diesel-Fahrverboten entscheiden. Jetzt wird eine Initiative des …
Begrenzte Diesel-Fahrverbote geplant
Unglaublich: So profitiert US-Milliardär von Trumps Steuerreform
US-Staranleger Warren Buffett brennt auf große Firmenzukäufe. „Eine oder mehrere gewaltige Akquisitionen“ seien nötig, um die Gewinne seiner Beteiligungsgesellschaft …
Unglaublich: So profitiert US-Milliardär von Trumps Steuerreform
Berliner CDU: Keine weiteren Steuergelder für BER ausgeben
Fehlplanungen, Verzögerungen, Baumängel und Erweiterungen lassen die Kosten für den neuen Hauptstadtflughafen immer höher steigen. Nun liegen neue Zahlen auf dem Tisch - …
Berliner CDU: Keine weiteren Steuergelder für BER ausgeben

Kommentare