ifo: Stimmung trübt sich weiter ein

- München - Die Stimmung in der europäischen Wirtschaft hat sich zum Start ins Jahr angesichts schlechterer Exportaussichten durch die anhaltende Dollar-Schwäche weiter eingetrübt. Der Wirtschaftsklima-Index für den Euro-Raum sei seit der vergangenen Befragung vor drei Monaten von 89,8 auf 85,6 Punkte zurückgegangen, teilte das ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Dienstag in München mit. Die Entwicklung deute auf eine moderate Konjunkturabschwächung im ersten Halbjahr 2005 hin, erklärte ifoPräsident Hans-Werner Sinn. "Europas Aufschwung kränkelt."

Das ifo Institut ermittelt das Wirtschaftsklima für den Euro-Raum vier Mal im Jahr durch die Befragung von mehr als 300 Experten aus multinationalen Unternehmen und Instituten. Sie ist Teil der entsprechenden weltweiten Studie. Bei der aktuellen Befragung im Januar hätten sich nach zwei Anstiegen in Folge die Einschätzungen zur aktuellen Wirtschaftslage wieder verschlechtert, "bevor der Aufschwung an Kraft gewinnen konnte, und es Europa gelang, sich an die dynamische Weltkonjunktur anzukoppeln", sagte Sinn.<BR><BR>Positiv wertete der ifo-Präsident lediglich, dass die Zukunftseinschätzungen nicht weiter absackten. Der entsprechende Index verharrte bei 94,6 Punkten. Dagegen gab das Barometer für die aktuelle Wirtschaftslage von 84,1 auf 74,8 Punkte nach. Im Vergleich seien die Urteile abermals für Irland und Finnland am besten ausgefallen, am schlechtesten werteten die Experten die Wirtschaftssituation in Portugal, den Niederlanden, Italien und Deutschland. "In allen Euroländern, mit Ausnahme Griechenlands und Spaniens, wird jedoch, wenn auch kaum anders als vor einem Vierteljahr, eine wirtschaftliche Verbesserung im Laufe der nächsten sechs Monate erwartet." Dabei seien die Experten für den Export wegen der Wechselkurs-Entwicklung weniger optimistisch als bisher.

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