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Die IG Metall kritisiert die Arbeitsbedingungen bei Knorr-Bremse. 

"Steinzeit-Kapitalismus"

42-Stunden-Woche: IG Metall wirft Knorr-Bremse Ausbeutung vor

München - Die IG Metall hat dem Bremsen-Hersteller Knorr-Bremse Ausbeutung vorgeworfen. In Berlin und in Holzkirchen werde die Arbeitszeit von 35 auf 42 Stunden erhöht - ohne Lohnausgleich.

Zugleich verlören 180 Mitarbeiter in Berlin ihren Arbeitsplatz, weil Produktion nach Tschechien verlagert werde. "Das gibt richtig Ärger", kündigte der Berliner IG-Metall-Chef Klaus Abel am Freitag an.

"Belegschaft und IG Metall werden nicht hinnehmen, dass sich Manager und Inhaber die Taschen vollstopfen, während die Mannschaft zu Bedingungen wie in der Steinzeit der Industrie schuften soll", sagte Abel. Knorr-Bremse habe den Gewinn in fünf Jahren verdoppelt.

Für Beschäftigte gibt es keine Tarifbindung

Ein Unternehmenssprecher sagte, bei Knorr-Bremse mit 5000 Beschäftigten in Deutschland gebe es seit 2006 keine Tarifbindung mehr. Die 42-Stunden-Woche sei im Konzern üblich. Zwei Tochterfirmen in Berlin und Holzkirchen würden jetzt entsprechend integriert. Mit der Verlagerung der Produktion von Dämpfern für Lkw-Motoren nach Tschechien folge Knorr-Bremse Kundenwünschen. In Berlin fielen nur 125 Stellen weg. Über Abfindungen oder Alternativen werde verhandelt.

Der IG Metall-Unternehmensbeauftragte für Knorr-Bremse, Sebastian Roloff, sagte in München: "Die Knorr Bremse zeichnet sich selten durch einen sozialen Umgang mit ihren Beschäftigten aus, im Zweifel geht etwas mehr Profit immer vor." Das Unternehmen will seine Jahresbilanz am 27. März vorlegen.

dpa

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