+
IG-Metall-Chef Detlef Wetzel

IG-Metall-Chef: GDL schürt Stimmung gegen Gewerkschaften

Frankfurt/Main - Das Vorgehen der Lokführergewerkschaft GDL im Tarifkonflikt mit der Bahn schadet nach Ansicht von IG-Metall-Chef Detlef Wetzel der Gewerkschaftsbewegung.

Die GDL schüre die Stimmung gegen Gewerkschaften, sagte Wetzel dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Sie sei „ein abschreckendes Beispiel dafür, wie eine Gewerkschaft nicht die Zeichen der Zeit erkennt“.

„Zuständigkeit zu reklamieren, obwohl einem die Mitglieder fehlen - das ist der Tod der Gewerkschaftsbewegung“, sagte Wetzel. Er halte es für legitim, dass die GDL für Lokführer zuständig sei, weil sie dort die Mehrheit habe. „Aber wie die GDL in anderen Bereichen nicht die Mehrheit zu haben und sich trotzdem für zuständig zu erklären, das ist undemokratisch“, so der IG-Metall-Vorsitzende.

Kurz vor Beginn der Tarifrunde in der Metallindustrie sieht Wetzel keinen Grund für Bescheidenheit. Die wirtschaftliche Entwicklung sei immer noch stabil. „Wir halten uns an die Fakten - und da sehe ich für das nächste Jahr keinen Grund für Pessimismus.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bericht: Catering-Tochter der Lufthansa streicht rund 2000 Jobs
Frankfurt/Main - Bei der Catering-Tochter der Lufthansa fallen einem Zeitungsbericht zufolge in den kommenden Jahren rund 2000 Jobs weg.
Bericht: Catering-Tochter der Lufthansa streicht rund 2000 Jobs
Schwache Autowerte und Brexit-Sorgen belasten Dax
Frankfurt/Main (dpa) - Brexit-Sorgen und Strafzoll-Drohungen von Donald Trump gegen deutsche Autobauer haben am Montag die Dax-Anleger verunsichert. An den Verlusten …
Schwache Autowerte und Brexit-Sorgen belasten Dax
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet
Berlin/München - Kurz vor seinem Amtsantritt hat Donald Trump die deutschen Autobauer abgewatscht, namentlich BMW. Doch was bedeutet das für die Hersteller konkret?
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet
Stillstand bei Tarifrunde für Geldboten
Hannover (dpa) - Bei den Tarifverhandlungen für die rund 11 000 Beschäftigten der Geld- und Werttransportbranche sind sich beide Seiten noch nicht näher gekommen.
Stillstand bei Tarifrunde für Geldboten

Kommentare