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Der Tarifvertrag für die insgesamt etwa 3,7 Millionen Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie läuft zum Jahresende aus.

Forderungspaket

IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Geld

Frankfurt/Main - Die IG Metall hat endgültig ihr Forderungspaket für die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie geschnürt. Die Gewerkschaft verlangt für die etwa 3,7 Millionen Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate.

Zudem fordert sie bezahlte Teilzeit für Ältere und für Beschäftigte, die sich weiterbilden wollen - eine sogenannte Bildungsteilzeit. Darauf legte sich der IG-Metall-Vorstand nach Gewerkschaftsangaben am Donnerstag in Frankfurt fest. Vorangegangen waren Beratungen in den regionalen Tarifkommissionen der sieben IG-Metall-Bezirke.

Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger kritisierte den Beschluss des IG-Metall-Vorstands: "Leider hat die IG Metall die Chance verpasst, eine realistische Forderung aufzustellen." Dulger verwies auf die massiv gesenkten Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft. Er mahnte eine für alle Beteiligten faire Lösung an: "Schließlich kann jeder erwirtschaftete Euro nur einmal ausgegeben werden."

IG-Metall-Chef Detlef Wetzel bekräftigte: "Für die konjunkturelle Schwarzmalerei der Arbeitgeber besteht kein Anlass: Unsere Forderung ist wirtschaftlich vernünftig und sichert den Beschäftigten einen angemessenen Anteil an der konjunkturellen Entwicklung."

Die Entgelttarifverträge laufen zum Jahresende aus und werden dann zunächst regional verhandelt. Die ersten Verhandlungen sind nach Angaben der Gewerkschaft für den 14. Januar in Baden-Württemberg und Bayern geplant.

In den allermeisten Tarifgebieten endet die Friedenspflicht am 28. Januar 2015. Danach sind Warnstreiks möglich. Im vergangenen Jahr hatte die Gewerkschaft ebenfalls 5,5 Prozent für zwölf Monate verlangt. Vereinbart wurden dann für 20 Monate Laufzeit nach zwei Nullmonaten zwei Tarifstufen von 3,4 Prozent und 2,2 Prozent.

dpa

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