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Arbeitsniederlegung: Die IG Metall ruft in der Autoindustrie zu großflächigen Streiks in Bayern auf.

IG Metall kündigt 24 Stunden Stillstand an

Tarifkonflikt: Autozulieferer und -bauer werden bestreikt

Im Tarifkampf ruft die IG Metall zu ganztägigen Warnstreiks in Bayern auf. Zunächst geht es um die Autozulieferer, dann soll bei den Autobauern die Arbeit niedergelegt werden.

München - Im Tarifkampf in der Metall- und Elektroindustrie nimmt die Gewerkschaft jetzt die Autoindustrie in Bayern in die Zange. Am Donnerstag sollen 18 Betriebe stillstehen - der Schwerpunkt liegt auf den Autozulieferern. „Am Freitag wird die IG Metall dann die Beschäftigten der bayerischen Autobauer zu ganztägigen Warnstreiks aufrufen. Alle vier BMW-Standorte und Audi in Ingolstadt werden 24 Stunden lang stillstehen“, kündigte die Gewerkschaft an. Landesbezirkschef Jürgen Wechsler sagte: „Wir werden jetzt das Herzstück der bayerischen Industrie bestreiken.“

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten 6 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber haben annähernd 3 Prozent geboten. Zentraler Streitpunkt ist aber die Forderung der IG Metall, dass jeder Beschäftigte seine Arbeitszeit von 35 auf 28 Stunden verkürzen kann - und zwar mit teilweisem Lohnausgleich für Schichtarbeiter und Beschäftigte mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen.

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Arbeitgeber sehen Warnstreiks als rechtswidrig an

Die Arbeitgeber sehen darin einen Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz, das Entgelt-Transparenzgesetz und das Teilzeit- und Befristungsgesetz. Deshalb seien auch die Warnstreiks zur Durchsetzung dieser Forderung rechtswidrig. „Das ist nicht verhandelbar“, sagte ihr Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Die bayerische Metall- und Elektro-Industrie beschäftige heute 847.000 Mitarbeiter, davon nur noch 470.000 in tarifgebundenen Betrieben.

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Am Donnerstag hat die IG Metall zu ganztägigen Warnstreiks unter anderem in fünf Werken von Bosch Rexroth in Lohr, Elchingen, Schweinfurt und Volkach, bei Bosch in Bamberg, Grammer in Amberg, Mahle Behr in Neustadt, Getrag in Bad Windsheim, Schaeffler und Pressmetall in Gunzenhausen, ZF Gusstechnologie und Federal Mogul in Nürnberg aufgerufen.

dpa

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