IHK-Empfang für Reinhard Dörfler

München - Leichter Abschied von der Politik, schwerer von den MenschenMünchen - So ganz hat er sich offenbar noch nicht angefreundet, mit seinem neuen Leben als Pensionär.

Ja, es sei schon ganz schön, nicht mehr so früh aufstehen zu müssen, sagt Reinhard Dörfler, der über elf Jahre Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern war und im August in den Ruhestand getreten war.

Auch habe er noch keinen Termin versäumt, weil er rechts hinten ins Auto eingestiegen und dann niemand losgefahren wäre. Und wenn er an leidige Themen wie den Gesundheitsfonds oder das Antidiskriminierungsgesetz denke, vermisse er auch ganz bestimmt nicht die politische Interessensvertretung seines einstigen Amtes.

Richtig schwer hingegen fällt Dörfler der Abschied von den Menschen, Mitarbeitern wie Unternehmern ("Ich habe keinen erlebt, der leichtfertig mit dem Schicksal seiner Beschäftigen umgegangen wäre"), mit denen er all die Jahre zu tun hatte. Über 300 von ihnen waren denn auch gekommen zu Dörflers offizieller Verabschiedung.

IHK-Präsident Erich Greipl dankte Dörfler für "eine stolze Managementleistung und eine stolze persönliche Geschichte". Er habe stets blindes Vertrauen gehabt "zu dem Mann an meiner Seite", wie Greipl sagte. Selbst Ministerpräsident Günther Beckstein ließ sich persönliches Erscheinen nicht nehmen, obwohl er wenige Stunden später das Fernsehduell mit seinem Herausforderer Franz Maget bestreiten musste.

Der neue IHK-Chef, Peter Driessen, würdigte die Leistung seines Vorgängers: "Immer nach vorn und nur bergauf" sei es mit dem Kammerbezirk unter seiner Regie gegangen.

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