Ikea plant neue Häuser und senkt die Preise

- Frankfurt am Main - Ikea will die Preise noch einmal senken. Nach einem Preisrückgang von 6 Prozent im Geschäftsjahr 2005 ist jetzt eine Senkung um weitere 4 Prozent vorgesehen, kündigte Geschäftsführer Werner Weber an. Der Preisrückgang kurbelte das Geschäft offenkundig an: Der Umsatz stieg um 11,2 Prozent auf 2,77 Milliarden Euro. Zugleich erhöhte sich die Mitarbeiterzahl um 850; Weber hält bis 2010 rund 5000 weitere Jobs für möglich.

Zu den geplanten Preissenkungen sagte Weber, Schwerpunkt seien die Bereiche Schlafzimmer und Küchen. Die "Preisinvestition" habe 2005 rund 130 Millionen Euro gekostet, 2006 seien es noch einmal 100 Millionen Euro.

Trotz der im Handel allgemein sowie im Möbelhandel speziell pessimistischen Stimmung zog Weber für das am 31. August zu Ende gehende Geschäftsjahr eine positive Bilanz. Neben dem Umsatzplus sei auch ein Anstieg der Besucherzahl um 8 Prozent auf 88,1 Millionen und der Kundenzahl um 10,3 Prozent auf 38,5 Millionen zu berichten. Darin sind die im Laufe des Jahres eröffneten Häuser in Duisburg, Siegen und Osnabrück eingerechnet. Den Gewinn veröffentlicht Ikea traditionell nicht. Allerdings sagte Weber, man habe schwarze Zahlen geschrieben, es gebe eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr und er sei "sehr, sehr zufrieden".

Insgesamt habe Ikea jetzt 36 Einrichtungshäuser in Deutschland. Geplant seien für Oktober 2005 ein weiteres Haus in Erfurt, für Sommer 2006 eines in Koblenz, für Herbst 2006 das Haus Hannover II, für Ende 2006/2007 Frankfurt III sowie eine Ikea-Dependance im Frühjahr 2007 in Augsburg.

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