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Oberstes Gericht entscheidet: Schwedisches Möbelhaus darf nicht weiter IKEA heißen.

Gerichtsurteil

Ikea muss seinen Namen ändern

München - Fast jedem ist Ikea als schwedisches Möbelhaus ein Begriff. Jetzt hat ein Gericht den Namen einem anderen Unternehmen zugesprochen. Zumindest in einem Land.

Wer Ikea hört, denkt garantiert an den Möbel-Giganten aus Schweden. Billy, Poäng und Köttbullar - mit dem Einrichtungshaus sind wir aufgewachsen, es ist für uns kaum wegzudenken. Jetzt hat ein Beschluss des Obersten Gerichts Indonesiens entschieden, dass sich der Konzern einen neuen Namen zulegen muss.

Darum geht's in der Anklage

Wie "Zeit Online" berichtet gibt es 379 Ikea-Häuser in 47 Ländern, die von 13 verschiedenen Unternehmensgruppen mit einer Franchise-Vereinbarung betrieben werden. Das Portal beruft sich dabei auf Angaben von Inter Ikea Systems. In Indonesien ist das Möbelhaus seit Ende 2014 vertreten, ließ sich dort jedoch bereits im Jahr 2010 als Marke registrieren.

Das Problem: Im weltgrößten Inselstaat ist Ikea auch eine Abkürzung für Intan Khatulistiwa Esa Abadi - der indonesischen Rattanindustrie. Geklagt hatte laut "Zeit Online" der Rattanmöbelhersteller Ratania aus Surabaya. Er versuchte im Dezember 2013 Ikea als Markennamen für sich zu sichern. Als ihm das nicht gelang, brachte er das schwedische Möbelhaus vor das Bezirksgericht. Der Möbel-Gigant aus Schweden hatte den Namen Ikea in Indonesien bis zu diesem Zeitpunkt nicht verwendet.

So lautet die Urteilsbegründung

Nachdem der Möbel-Riese das Verfahren verloren hatte, wurde der Fall 2015 vor dem Obersten Gericht Indonesiens aufgerollt - erneut zum Nachteil von Ikea. Zwar hatte sich der skandinavische Konzern den Namen zuerst sichern lassen, doch nutzte er ihn drei Jahre lang nicht. Somit war das Namensrecht in Indonesien hinfällig und wurde dem Rattanunternehmer zugesprochen. Das Urteil fiel bereits im Mai 2015, wurde aber erst jetzt auf der Internetseite des Obersten Gerichts publik gemacht.

Was sind die Folgen für Ikea?

Ikea will das Urteil nun von seinen Anwälten prüfen lassen. Ob sich das Unternehmen umbenennen will oder in Indonesien seine Filialen schließen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Der dortige Franchisenehmer darf sein Möbelhaus in jedem Fall weiterhin betreiben.

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Linda Carstiuc

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