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Peinliche Panne bei IKEA (Symbolbild)

„Entschuldigen uns“

Ikea verkauft Karte mit peinlichem Fehler

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Ikea wollte eigentlich nur eine Weltkarte verkaufen. Doch dabei ging eine Sache mächtig schief.

Wellington - Die Heimat von 28 Millionen Schafen, Gletschern, die bis in den Regenwald hineinreichen und tierische, fruchtige, sowie menschliche Kiwis: Neuseeland lockt mittlerweile jährlich 100.000 deutsche Touristen an. Trotzdem scheint das Land, das den Namen „Mittelerde“ von allen Orten dieser Welt wohl am meisten verdient, nicht überall und jedermann präsent zu sein: Erst kürzlich leistete sich der schwedische Möbelbauer Ikea in dieser Sache einen peinlichen Fauxpas. 

Denn sowohl online als auch offline bietet Ikea neuerdings eine Deko-Weltkarte namens Björksta an. Diese kostet 47,99 Euro und ist durchaus nett anzuschauen - doch leider hat sie einen nicht unwesentlichen Haken: Sie bildet nicht die ganze Weltkarte ab, denn das kleine Land neben Australien fehlt. 

Verantwortlich für die Produktentwicklung ist Ikeas Konzernzentrale in Schweden

Als wäre dieses kleine Missgeschick nicht schon peinlich genug, hatte Ikea zu allem Überfluss erst im Januar verkündet, in Auckland bald den ersten Megastore Neuseelands zu eröffnen. Ausgerechnet dieses Land nun auf einer Weltkarte zu vergessen, scheint nicht das beste Omen für den geplanten Durchbruch im Inselstaat zu sein.

Eine durchaus ansehnliche Weltkarte - doch  östlich von Australien ist nur noch ein trauriges Nichts zu sehen. 

Eine Sprecherin von Ikea zeigte sich dementsprechend unangenehm berührt und erklärte gegenüber der BBC, dass Ikea so bald wie möglich die notwendigen Maßnahmen ergreifen werde. „Wir bedauern diesen Fehler und entschuldigen uns“, erklärte die Sprecherin.  Die Variante der Karte, auf der Neuseeland fehlt, werde demnach so bald wie möglich ausgemustert. 

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Ikea vergisst Neuseeland: Den Kiwis fehlt es an Präsenz auf Weltkarten, nicht aber an Humor

Die Neuseeländer nehmen das Ganze zum Glück mit Humor - denn tatsächlich sind sie derartige „Ignoranz“ durchaus gewohnt. Sowohl das US-amerikanische Smithsonian Museum, als auch die berühmte Coffee Company Starbucks und sogar die Vereinten Nationen hatten bereits Weltkarten ohne den Inselstaat im Umlauf. 

Schon seit einigen Monaten suchen die neuseeländische Regierung und die Tourismusbehörde deshalb mit nicht ganz ernst gemeinten Werbespots unter dem Hashtag #GetNZontheMap (zu deutsch: „Bringt Neuseeland auf die Karte“) nach Gründen für das umfassende und mysteriöse Verschwinden ihrer Heimat. 

Der Stand-Up Komiker Rhys Darby vermutet in einigen Spots eine Intrige „so groß wie Loch Ness und die Mondlandung zusammen“ - und wer weiß, vielleicht steckt ja tatsächlich eine Weltverschwörung des direkten Nachbars Australien dahinter? Der Gedanke, den Tourismus-Magneten von nebenan einfach auszuradieren, erscheint den Aussies mit Sicherheit verlockend, oder? Mit zahlreichen weiteren, teils völlig absurden Verschwörungstheorien beweisen die Kiwis nicht nur einen ausgeprägten Hang zur Selbstironie, sondern vor allem eines: Dass sie es verdient haben, auf jeder Weltkarte dieser Erde zu erscheinen. 

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sl

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Redaktionsnetzwerkes der Ippen-Digital-Zentralredaktion

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