+
Ein Mitarbeiter von Gazprom arbeitet an einem Gasregler im russischen Sudscha. Im Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland bahnt sich eine Lösung an. 

Einigung auf Preissystem

Im Gaszoff zwischen Moskau und Minsk ist Lösung in Sicht

Moskau - Die Bündnispartner Russland und Weißrussland haben sich in einem monatelangen Streit um Gaslieferungen nach Medienberichten auf ein neues Preissystem geeinigt.

Für Weißrussland werde russisches Gas dadurch etwa um ein Drittel billiger, berichtete die Moskauer Zeitung "Kommersant". Die Führung in Minsk betonte aber, es sei noch keine endgültige Einigung erzielt worden. "Die Verhandlungen über den Gaspreis gehen weiter", sagte ein Regierungssprecher der Agentur Interfax zufolge.

Weißrussland werde für Gas zunächst das Anderthalbfache des russischen Inlandspreises zahlen, berichtete "Kommersant" unter Berufung auf die Unterhändler. 2025 soll der wichtige Rohstoff in beiden Ländern gleich viel kosten. Außerdem werde der Handel von US-Dollar auf Rubel umgestellt, hieß es. So ergebe sich für 2017 ein Preis von 6000 Rubel (aktuell 83 Euro) für 1000 Kubikmeter Erdgas.

In dem Gasstreit hat Weißrussland bislang Schulden von etwa 265 Millionen Euro auflaufen lassen. Russland wiederum hat Öllieferungen in das Nachbarland gestoppt, mit dem es in einer Zollunion und in der Eurasischen Wirtschaftsunion verbunden ist. Moskau will Weißrussland auch militärisch enger an sich binden durch den Aufbau einer russischen Luftwaffenbasis. Dagegen sträubt sich der autoritär regierende Präsident Alexander Lukaschenko bislang.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor
Verhängen die USA im Handelsstreit mit der EU hohe Sonderzölle auf Autos? Diese Frage sorgt seit Monaten für Nervosität - vor allem Deutschland bangt wegen der großen …
EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor
Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank
Der US-Präsident sagt mitunter Dinge, die er besser für sich behalten sollte. Diesmal rüffelt er die unabhängige Notenbank Fed, weil diese die Leitzinsen erhöht hat. …
Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank
Google soll komplett neuen Android-Nachfolger entwickeln
Ein Google-Team entwickelt laut einem Medienbericht eine komplett neue Software, die auch als Ersatz für das dominierende Smartphone-System Android gedacht ist.
Google soll komplett neuen Android-Nachfolger entwickeln
Dax weitet Verluste aus
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Donnerstag seine Verluste ausgeweitet. Zum Handelsschluss blieb der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,62 Prozent auf …
Dax weitet Verluste aus

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.