IMEI-Sperrung macht Handys für Diebe wertlos

- Wenn das Handy geklaut wurde, heißt es schnell handeln und die SIM-Karte sperren lassen. Sonst kommt zum Ärger über den Diebstahl noch eine gesalzene Telefonrechnung dazu. Um dem Dieb nachträglich die Tour zu verderben, können Handy-Nutzer mit einer so genannten IMEI-Nummer auch das Mobiltelefon an sich sperren lassen. In Deutschland bietet diesen Service aber nur der Netzanbieter Vodafone an.

Die IMEI-Nummer, die elektronische Gerätenummer, steht in der Regel auf dem Typenschild unter dem Handy-Akku oder auf dem Verpackungskarton. Zudem lässt sie sich mit der Tastenkombination *#06# auf dem Display abrufen. Meldet man die 15-stellige Ziffer an Vodafone, wird diese in einer Sperrdatei erfasst. Das Handy funktioniert - auch mit anderen SIM-Karten - damit im deutschen Vodafone- sowie in einigen ausländischen Mobilfunknetzen nicht mehr. Der Service ist für Vodafone-Direktkunden kostenlos.

In England, dem Mutterland des Vodafone-Konzerns, beteiligen sich alle fünf Netzbetreiber an der EIR (Equipment Identity Register)-Datei. Das Ziel ist es, den Handy-Raub weniger attraktiv zu machen.

Auch E-Plus stellte bis Mitte der 90er-Jahre diese Möglichkeit zur Verfügung. Diese sei von den Kunden aber nicht angenommen worden, erklärt E-Plus-Sprecher Jörg Carsten Müller. Es gab aber auch technische Gründe, diesen Service einzustellen: "Zum einen, weil manche IMEI-Nummern bis zu 20 Mal vergeben sind und zum anderen, weil durch einen Zahlendreher bei der Übermittlung das falsche Handy gesperrt wird."

Die IMEI-Nummern seien zudem nicht fälschungssicher, ergänzt Christine Knoepffler, Sprecherin des Netzanbieters O2. "Für professionelle Diebesbanden dürfte es kein Problem sein, die IMEI nachträglich zu ändern."

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