Immer mehr ältere Menschen arbeiten

Duisburg - Die Zahl der älteren Beschäftigten steigt. Im Vergleich zu 1999 arbeiteten 2006 fünf Prozent mehr Menschen zwischen 50 und 64 Jahren, zuletzt waren es 5,9 Millionen.

Der Anteil an der Gesamtbeschäftigung betrug 22,7 Prozent. Die Zahlen gab das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen am Donnerstag in Duisburg in den aktuellen Ergebnissen des Altersübergangs-Monitors bekannt. Die Untersuchung führt das Institut im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung und des Forschungsnetzwerks Alterssicherung durch.

Innerhalb der Gruppe von 50 bis 64 Jahren sind die 50- bis 54- Jährigen besonders vertreten. Sie zählen zu den geburtenstarken Jahrgängen des Nachkriegs-Babybooms. Nach den Untersuchungen der IAQ- Wissenschaftler Martin Brussig und Sascha Wojtkowski stieg ihre Zahl zwischen 1999 und 2006 um etwa 560 000. Auch die Zahl der 60- bis 64- jährigen Beschäftigten wuchs im Untersuchungszeitraum.

Drohende Rentenabschläge hätten besonders Männer motiviert, länger zu arbeiten. Der Anteil der Beschäftigten über 60 Jahren ist mit unter vier Prozent der Gesamtbeschäftigten allerdings sehr gering, so die Wissenschaftler.

Die vermehrte Beschäftigung älterer Arbeitnehmer nehme in allen Wirtschaftszweigen zu. Vor allem in mittelgroßen Betrieben mit 50 bis 499 Beschäftigten arbeiten immer mehr ältere Menschen, in Großbetrieben ab 500 Beschäftigten stagniert die Zahl.

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