BKA: Immer mehr Geldautomaten manipuliert

Wiesbaden - Das BKA schlägt Alarm: Manipulationen an Geldautomaten haben im ersten Halbjahr 2010 massiv zugenommen. Dabei bedienen sich die Betrüger immer dreisterer Methoden.

Von Januar bis Juni wurden 1.927 Attacken, verteilt auf 1.073 Geldautomaten, registriert. Das teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Freitag mit. Damit wurden in den ersten sechs Monaten bereits nahezu die Fallzahlen des gesamten Vorjahres erreicht, als insgesamt 2.058 Fälle verzeichnet wurden. Insgesamt steigt laut BKA die Zahl der Manipulationen von Geldautomaten in Deutschland seit 2001 kontinuierlich. Schwerpunkte lägen dabei in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Berlin.

BKA-Präsident Jörg Ziercke betonte, die Zahlen belegten, dass gemeinsam mit der Wirtschaft die Präventionsbemühungen weiter verstärkt werden müssten. Dabei wurden in diesem Jahr dem BKA zufolge erstmals Fälle festgestellt, in denen die Täter die zur Ausspähung der Geheimzahl erforderlichen Minikameras innerhalb der Sichtblenden an den Automaten eingebaut hätten. Um sich vor dem sogenannten “Skimming“ zu schützen, empfiehlt das BKA, bei der Eingabe am Bankautomat die Geheimzahl mit der Hand oder dem Geldbeutel verdecken.

Außerdem sollten Verbraucher, wenn sie im Besitz von mehreren Zahlungskarten sind, den Türöffner eines Kreditinstituts nicht mit der Karte betätigen, mit der sie anschließend die Transaktion am Geldautomaten durchführen wollen. Zudem sollte niemals die Geheimzahl notiert und verdächtige Vorgänge sofort der Polizei oder den Kreditinstituten gemeldet werden.

dapd

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