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Eine Studie der BZGA zeigt: Insgesamt spielt etwa jeder zweite Deutsche Glücksspiele.

Immer mehr junge Männer machen Automatenspiele

Köln - Eine neue Generation von Geldspielautomaten verleitet deutlich mehr junge Männer zum Glücksspiel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Die Untersuchung wurde am Montag in Köln veröffentlicht. Bei den 18- bis 20-Jährigen hat sich der Anteil der Automatenspieler in den beiden vergangenen Jahren von 6 auf 15 Prozent mehr als verdoppelt.

“Insbesondere junge Männer sind gefährdet, glücksspielsüchtig zu werden“, sagte die Direktorin der Bundeszentrale, Elisabeth Pott, laut Mitteilung. “Häufig unterschätzen sie die Gefahren dieser Spiele und glauben, das Glücksspiel kontrollieren oder Glückssträhnen erkennen zu können.“

Eine Sprecherin erläuterte: “Gerade in den letzten zwei Jahren haben sich die Automaten unheimlich verändert. Die neue Automatengeneration ist sehr viel digitalisierter. Und das übt wohl einen ungeheuren Reiz auf die jungen Männer aus.“ Außerdem könnten auch einfach noch mehr Automaten aufgestellt worden sein.

Jeder zweite Deutsche zockt

Insgesamt spielt etwa jeder zweite Deutsche Glücksspiele. “Damit bleibt der Anteil auf dem Niveau von vor zwei Jahren“, heißt es in der Studie. Männer machen häufiger Glücksspiele als Frauen. Schätzungsweise jeder 100. Bundesbürger spielt so viel, dass sein Verhalten von Experten als problematisch oder sogar krankhaft eingestuft wird.

Als süchtig gilt man, wenn das Glücksspiel den Alltag völlig im Griff hat. Der Süchtige nimmt fast jede Gelegenheit wahr, um zu spielen, und vernachlässigt Familie, Beruf und soziale Kontakte.

“Das Glücksspielverhalten in Deutschland bleibt weiterhin Anlass zur Sorge“, meinte Pott. Sie macht aber auch eine erfreuliche Entwicklung aus: Immer mehr Leute sind sich der mit dem Glücksspiel verbundenen Risiken bewusst und informieren sich darüber. Pott sagte: “Unsere Anstrengungen zur Prävention zeigen Wirkung.“

dpa

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