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Schwierige Branche: Der Anteil der befristet Beschäftigten ist seit 2011 auf 8,1 Prozent zurückgegangen.

Gute Arbeitsmarktlage

Zahl der befristeten Jobs geht zurück

Berlin - Immer weniger Menschen müssen sich in Deutschland auf befristete Arbeitsverträge einlassen. Grund sei die gute Lage am Arbeitsmarkt.

Der Anteil der befristeten Arbeitsverhältnisse in Deutschland ist in den vergangenen vier Jahren wieder gesunken. Wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, war 2014 nur noch jeder zwölfte Arbeitnehmer ab 25 Jahren auf Zeit beschäftigt. Der Anteil der befristet Beschäftigten ist damit seit 2011 von 8,9 Prozent auf 8,1 Prozent zurückgegangen - insgesamt waren das nur noch drei Millionen. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit leicht unter dem EU-Durchschnitt von 8,2 Prozent.

Arbeitsmarktexperte Karl Brenke.

Grund für den Rückgang ist nach den Worten von Karl Brenke, Arbeitsmarktexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, der hohe Beschäftigungsstand am deutschen Arbeitsmarkt. 2014 waren 42,6 Millionen Menschen erwerbstätig, so viele wie nie zuvor. „Die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer ist dadurch besser geworden“, sagte Brenke der „Süddeutschen Zeitung“.

Weit verbreitet sind solche Arbeitsverträge vor allem in der Gastronomie, an Universitäten und wissenschaftlichen Instituten sowie im Gesundheits- und Sozialbereich. Der Anteil der Beschäftigten mit solchen Zeitverträgen war laut den Zahlen aus Wiesbaden in den 1990er Jahren schon deutlich niedriger. Seit 2005 bewegt er sich aber um die Marke von acht bis neun Prozent und ist seit dem Ende der Finanzkrise rückläufig.

Zeitverträge treffen vor allem Jüngere

Unverändert ist allerdings, dass Verträge auf Zeit vor allem jüngere Menschen treffen. Mit 17,2 Prozent war der Anteil bei den 25- bis 34-Jährigen mehr als doppelt so hoch. „Befristete Angebote treffen damit vor allem die Menschen, die sich gerade in der Familiengründung befinden“, sagte Karin Schulze Buschoff vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der gewerkschaftsnahen Hans Böckler Stiftung. Der Berufseinstieg gestalte sich damit häufig schwierig.

Kommt es zu einer Befristung, so ist die Unsicherheit groß: 58 Prozent der befristet Beschäftigten besaßen 2014 nur einen Arbeitsvertrag mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr. Bei 20 Prozent lag die Dauer bei ein bis zwei Jahren. 22 Prozent hatten Sicherheit für zwei bis drei Jahre.

Arbeitnehmer im Alter unter 25 Jahren, die noch häufiger befristete Verträge haben, fließen nicht in die Berechnung des Statistischen Bundesamtes ein. Auch die Gruppe der Auszubildenden, deren Verträge per se befristet sind, werden nicht berücksichtigt.

dpa

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