Expansionspläne des Discounters

Immobilien-Revolution: Darum möchte Aldi nun auch Wohnungen bauen

Aldi plant erneut eine Revolution: Der Lebensmittel-Discounter will 2000 Wohnungen an mehreren Standorten bauen. 

Berlin - Die Neubauten seien Teil der Unternehmensexpansion in Berlin. Einer Konzernsprecherin zufolge sollen die Wohnungen vermietet werden.

In den Bezirken Neukölln und Lichtenberg hat Aldi Nord der Mitteilung zufolge bereits mit dem Bau von zwei Filialen mit insgesamt 200 angeschlossenen Wohnung begonnen. Weitere 15 Standorte seien in konkreter Planung. Aldi Nord sucht nach eigenen Angaben Standorte für Filialen mit großer Verkaufsfläche. Auf diesen Grundstücken den Neubau von Filialen und Wohnungen zu kombinieren, sei nur konsequent.

Nicht nur auf dem Wohnungsmarkt geht Aldi neue Wege. Auch eine weitere Entscheidung des Unternehmens könnte Signalwirkung haben.

Modellprojekt in Hamburg

"Wir sind da völlig offen", sagte die Unternehmenssprecherin über die Nutzung der Immobilien. Studentenwohnungen und sozialer Wohnungsbau seien genauso denkbar wie Räumlichkeiten für Kindertagesstätten und Pflegeheime. Abgesehen von einem noch nicht abgeschlossenen Modellprojekt in Hamburg ist es der Sprecherin zufolge das erste Mal, dass Aldi Nord auf den Grundstücken seiner Filialen auch Wohnraum errichtet.

Der Konzern erklärte, bis zum Jahr 2030 würden rund 300.000 Menschen zusätzlich nach Berlin ziehen sowie 90.000 Menschen in das Berliner Umland. Der Berliner Senat bezifferte den Neubedarf am Mittwoch auf 194.000 Wohneinheiten bis zum Jahr 2030, um den Zuzug zu stemmen und die Kostenexplosion bei Immobilienpreisen und Neuvermietungen zu bremsen.

afp/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © picture alliance / Hauke-Christi

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