Immobilienkrise erwischt Deka-Bank

- Frankfurt - Die von der Immobilienkrise getroffene Deka-Bank will mit einer Auffanglösung ihren angeschlagenen Immobilienfonds stärken. "Die Bank sowie ihre Verbundbanken, die Sparkassen, wollen die von den Anlegern zurückgegebenen Anteilsscheine in den Eigenbestand aufnehmen", sagte ein Sprecher. "Dadurch bleibt die Liquidität des Fonds gewahrt."

<P>Die Bank würde somit die Scheine zurückkaufen, so dass keine weiteren Mittel aus dem Fonds abfließen. Die rund 215 000 Anleger haben nach Aussage der Deka-Bank keinen Grund, sich um ihr Geld zu sorgen. "Der Fonds bleibt ein strukturell gutes Produkt. Die durchschnittliche Wertentwicklung pro Jahr beträgt 6,5 Prozent." Die hohen Leerstände bei Gewerbe- und Büroimmobilien hatten der Deka-Bank in den vergangenen Monaten Probleme bereitet. Aus dem auf Deutschland ausgerichteten Deka-Immobilienfonds seien in den ersten acht Monaten des Jahres 1,2 Milliarden Euro abgeflossen. Zum Ausgleich habe die Bank bereits Objekte verkauft und Fremdmittel aufgenommen. Die Höhe der Summe wollte die Bank nicht beziffern. Das Fondsvermögen sei bis Ende August auf 5,8 Milliarden Euro abgeschmolzen.<BR><BR>Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" werfen die Eigentümer Deka-Vorstandschef Axel Weber Managementfehler vor und denken über seine Ablösung nach. In die Schlagzeilen war die Bank bereits geraten, weil die Staatsanwaltschaft gegen einen früheren Manager der Deka-Bank-Immobilientochter ermittelt. Ihm wird vorgeworfen, in die Korruptionsaffäre im Frankfurter Immobilienmarkt verstrickt zu sein. </P><P><BR> </P>

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