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Förmlich explodiert sind die Preise für Immobilien in den Ballungsräumen. Allein in München und Umgebung findet inzwischen jedes dritte Immobiliengeschäft im Freistaat statt.

Immobilienmarkt: In Bayern droht keine Blase

München - Der Immobilien-Boom im Freistaat geht weiter: Die Preise steigen weiter. Obwohl 2011 mehr gebaut wurde, übersteigt die Nachfrage das Angebot. Für eine Immobilienblase gebe es keine Anzeichen, ist sich die LBS sicher.

Längst sind es nicht mehr nur Häuslebauer, die die niedrigen Zinsen ausnutzen und so den Immobilien-Boom in Bayern befeuern. Auch immer mehr Investoren, denen die Zinsen egal sind, weil sie gar keinen Kredit benötigen, flüchten aus Inflationsangst ins sogenannte Betongold und treiben so die Preise auf immer neue Rekordhöhen. Der Immobilienmarkt im Freistaat wuchs im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf nun 34 Milliarden Euro, das haben die Makler der Sparkassen-Immo auf Grundlage der grunderwerbssteuerpflichtigen Umsätze errechnet. Oberbayern lag mit plus 16 Prozent sogar noch darüber. Inzwischen finden 57 Prozent aller Immobilienverkäufe in Oberbayern statt, mehr als ein Drittel allein im Großraum München. Entsprechend hoch sind in diesem Ballungsgebiet die Preise.

Aber auch die bayernweiten Durchschnittspreise stiegen rasant. Für ein gebrauchtes Reihen-, Ein- oder Zweifamilienhaus oder eine Doppelhaushälfte mussten Käufer im Schnitt 210 500 Euro bezahlen – ein Plus von sieben Prozent. Eine gebrauchte Wohnung schlug mit durchschnittlich 113 800 Euro zu Buche. Noch deutlich höher fielen die Zuwächse bei Neubauten aus. Hier stieg der Durchschnittspreis für ein Haus um 16 Prozent auf 367 900 Euro. Eine Ausnahme stellen Neubau-Eigentumswohnungen dar. Hier sank der Durchschnittspreis auf 165 400 Euro. Das liegt allerdings daran, dass die neuen Wohnungen deutlich kleiner sind, weil Investoren vor allem kleinere, preiswertere Wohnungen kaufen. Der Preis pro Quadratmeter stieg aber auch in diesem Bereich. Auch für das laufende Jahr rechnen LBS und Sparkassen-Immo mit steigenden Preisen – in machen Regionen um bis zu 13 Prozent. Dennoch handle es sich nicht um eine Immobilienblase, die Preise seien gerechtfertigt.

Von Philipp Vetter

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