Import-Waren im Februar deutlich teurer

Wiesbaden - Die nach Deutschland gelieferten Waren haben sich auch im Februar stark verteuert. Grund war erneut die Verteuerung von Energie, berichtete das Statistische Bundesamt. Die Preise für Importgüter stiegen im vergangenen Monat im Jahresvergleich um 5,9 Prozent - der kräftigste Schub seit Juli 2006. Im Januar waren die Einfuhrpreise um 5,2 Prozent geklettert.

Besonders stark verteuerten sich Energieträger (plus 35,7 Prozent). Rohöl wurde dabei um 48,4 Prozent und Mineralölerzeugnisse wie Benzin und Diesel um 38,6 Prozent teurer. Ohne Erdöl und Mineralölprodukte hätte die Teuerungsrate lediglich 1,6 Prozent betragen.

Auch viele Nahrungsmittel kosteten deutlich mehr. Vor allem die Preise für importiertes Getreide stiegen stark an (plus 57 Prozent) sowie für Zitrusfrüchte (plus 34 Prozent), Milch und Butter (17,5 Prozent) und Rindfleisch (31 Prozent).

Auch im Vergleich zum Vormonat ergab sich eine deutliche Beschleunigung des Preisauftriebs. Das Preisniveau erhöhte sich um 1,1 Prozent, während Ökonomen lediglich mit einem Plus von 0,6 Prozent gerechnet hatten. Dies war der höchste Anstieg seit Juli 2006. Im Vormonat hatte die Rate 0,8 Prozent betragen.

Nur leicht beschleunigte sich unterdessen der Preisauftrieb bei den Ausfuhrgütern. Der Index der Ausfuhrpreise lag im Februar um 2,2 Prozent höher als im Vorjahr nach 1,8 Prozent im Januar.

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