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In Deutschland ist Tanken am teuersten – Ein Nachbarland lockt mit Ersparnis von bis zu 33 Prozent

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Von: Thomas Schmidtutz

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Wer an die Zapfsäule fährt, braucht derzeit starke Nerven. Nach Daten des Statistischen Bundesamts sind Benzin und Diesel in Deutschland so teuer wie in keinem anderen Nachbarland.

Wiesbaden - Mit dem Ende des Tankrabatts ist Sprit in Deutschland wieder teurer als in allen EU-Nachbarstaaten. Zum Stichtag am 5. September wurden hierzulande im Durchschnitt 2,07 Euro für einen Liter Super E5 fällig und 2,16 Euro für einen Liter Diesel, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit.

Nur in Dänemark (2,04 Euro) und den Niederlanden (2,01 Euro) war Superbenzin ähnlich teuer wie in Deutschland. Am günstigsten konnten die Autobesitzer im Nachbarland Polen tanken mit 1,38 Euro für Super und 1,61 Euro für Diesel. Für die Auswirkung griffen die Wiesbadener Statistiker auf Daten der EU sowie der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt (MTS-K) zurück. Die MTS-Zahlen basieren auf bundesweiten Preismeldungen von knapp 15.000 öffentlich zugänglichen Tankstellen.

Zapfsäule: Mit dem Ende des Tankrabatts sind die Spritpreise in Deutschland so hoch wie in keinem anderen Nachbarland.
Zapfsäule: Mit dem Ende des Tankrabatts sind die Spritpreise in Deutschland so hoch wie in keinem anderen Nachbarland. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Spritpreise höher als vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs

Die Bundesregierung hatte die Steuern auf Benzin und Diesel im Rahmen des 2. Entlastungspaket zwischen Juni und August gesenkt, so dass die Preise an den Tankstellen sanken. Einschließlich der Mehrwertsteuereffekte wurde so der Liter Super um 35,16 Cent entlastet, beim Diesel waren es 16,71 Cent. Umstritten war, in welchem Umfang die Steuerentlastung tatsächlich an die Endkunden weitergegeben wurde. Seit dem 1. September gelten die normalen Steuersätze. Damit gehört Deutschland wieder zu den teuersten Staaten in der EU.

Insgesamt sind die Kraftstoffpreise laut Bundesamt weiterhin höher als vor Beginn des Kriegs in der Ukraine. So hatte am 21. Februar 2022 ein Liter E5 noch 1,80 Euro und Diesel 1,66 Euro pro Liter gekostet. Besonders deutlich fällt der Preisanstieg damit beim Diesel-Kraftstoff aus. Am teuersten war der Sprit im März. (dpa/epd/utz)

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