Industrie erwartet mehr Wachstum

Deutscher Exportmotor brummt

Berlin - Der deutsche Exportmotor läuft weiter auf Hochtouren: Die Industrie hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 3,0 auf 3,5 Prozent erhöht.

Wir erwarten im beginnenden Aufschwung eine deutliche Belebung der weltweiten Nachfrage nach deutschen Produkten“, zeigte sich BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber am Montag in Berlin optimistisch.

In Europa hat sich nach seinen Worten die Lage trotz des unsicheren Wahlausgangs in Italien etwas beruhigt, das Vertrauen nehme langsam zu. In den USA werde trotz der Haushaltsdebatte eine weitere Belebung der Konjunktur erwartet. Aus China erhofft sich Kerber ebenfalls positive Impulse für die Exportwirtschaft.

Die ambitionierten Wachstumserwartungen des Bundesverbands der Deutschen Industrie setzen auf dem Rekordniveau von 2012 auf: Im vergangenen Jahr wurden Waren im Rekordwert von 1,1 Billionen Euro ausgeführt, mehr als jemals zuvor. Der Zuwachs lag bei 3,4 Prozent.

Der Anteil deutscher Produkte am Welthandel nahm damit weiter zu und liegt nun bei 8,6 Prozent. Allerdings ist und bleibt Europa laut BDI „der Heimatmarkt der deutschen Exportwirtschaft“: Acht der zehn wichtigsten Abnehmerländer deutscher Exporte liegen in Europa. 31 Prozent der deutschen Ausfuhren gehen in Länder außerhalb der EU. 2002 waren es noch 27 Prozent.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Airbus übernimmt Steuer bei Bombardiers C-Serie
Überraschung in der Flugzeugindustrie: Airbus steigt bei der C-Serie des kanadischen Konkurrenten Bombardier ein. Der Coup ist politisch delikat - denn Bombardier ist im …
Airbus übernimmt Steuer bei Bombardiers C-Serie
Dax kann Marke von 13 000 Punkten nicht halten
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger sind am Dienstag in den letzten Handelsminuten in Deckung gegangen. Der Dax beendete den Tag 0,07 Prozent tiefer bei 12 995,06 Punkten.
Dax kann Marke von 13 000 Punkten nicht halten
Banken und Unternehmen machen Druck auf Brexit-Unterhändler
Je länger sich die Brexit-Verhandlungen hinziehen, desto schwieriger wird es für Unternehmen zu planen. Deshalb macht die Wirtschaft zunehmend Druck. Vor allem die …
Banken und Unternehmen machen Druck auf Brexit-Unterhändler
Staat verdient mehr an Rauchern
Wiesbaden (dpa) - Der deutsche Fiskus hat mehr an Rauchern verdient. Im dritten Quartal wurden 7,2 Prozent mehr versteuerte Zigaretten produziert als im …
Staat verdient mehr an Rauchern

Kommentare