Industrie trickst Regierung bei Alcopops aus

- Berlin/Hamburg - Mit neuen alkoholhaltigen Süßgetränken umgehen die Spirituosenhersteller nach Zeitungsinformationen die seit dem 1. August geltende Sondersteuer für Alcopops.

<P>Um die zusätzliche Besteuerung von 80 bis 90 Cent pro Flasche bei den unter Jugendlichen sehr beliebten Getränken nicht bezahlen zu müssen, ersetzen die Produzenten Alkohol wie Wodka und Rum demnach durch Weinalkohol. Dieser unterliege bisher nicht der Sondersteuer.</P><P>Die Marktführer Diageo in Rüdesheim am Rhein ("Smirnoff") und Bacardi in Hamburg ("Rigo") bestätigen dem "Hamburger Abendblatt" Pläne, auf den erwarteten Absatzeinbruch von bis zu 95 Prozent mit Neuentwicklungen zu reagieren. Statt künftig 2,80 Euro für einen hoch besteuerten Alcopop Klassiker mit Wodka oder mit Rum dürften die alternativen Produkte rund einen Euro weniger kosten, berichteten auch andere Blätter. Die neuen Mixgetränke sollen dabei ähnlich schmecken und mit fünf bis sechs Prozent den gleichen Alkoholgehalt haben.</P><P>Die Sondersteuer auf Alcopops ist seit Montag in Kraft. Die Abgabe beträgt 80 bis 90 Cent für eine handelsübliche Flasche mit einem Inhalt von 0,275 bis 0,33 Liter. Sie gilt für alle Mixgetränke auf der Basis von Branntwein, während Mischgetränke auf der Basis von Wein oder Alkohol davon ausgenommen sind. Ziel der Sondersteuer ist es, den Alkoholkonsum unter Jugendlichen zu verringern.</P>

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