Infineon baut Geschäft mit Nokia deutlich aus

Nach BenQ-Pleite: - München - Nach der Pleite des Großkunden BenQ Mobile baut der Chipkonzern Infineon zur Freude der Börse das Geschäft mit Handy-Weltmarktführer Nokia deutlich aus. Infineon wurde von Nokia als Zulieferer für neue Mobiltelefone im Einsteiger-Segment ausgewählt.

Ein Geschäftsvolumen wurde nicht genannt. Die Infineon-Aktie war mit einem Anstieg von zeitweise mehr als sieben Prozent auf 11,60 Euro dennoch Tagessieger im Deutschen Aktienindex DAX.

Mit der Kooperation stärkt Infineon seine Kommunikationssparte. Diese sollte ursprünglich bis Mitte des Jahres endlich die Gewinnzone erreichen. Wegen der BenQ-Mobile-Pleite musste Konzernchef Wolfgang Ziebart das Ziel aber auf Ende 2007 nach hinten schieben. Da Infineon früher wie BenQ Mobile zu Siemens gehörte, waren die Geschäftsbeziehungen eng. Daher traf die Insolvenz den Zulieferer Infineon stark.

Mit Nokia war Infineon bereits zuvor im Geschäft. Nun aber liefert Infineon erstmals komplette Plattformen, auf denen unter anderem ein Prozessor, ein Transceiver und ein Speicherbaustein integriert sind. "Unser Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit unserer Mobiltelefone im Tiefpreis-Segment zu steigern und gleichzeitig die Gerätegröße und den Stromverbrauch zu reduzieren", sagte Nokia-Manager Sören Petersen laut Mitteilung. Dafür sei die Infineon-Chip-Lösung hilfreich.

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