Infineon-Chef will drastisch sparen

München - Der neue Infineon-Chef Peter Bauer will die Kosten nach einem Milliardenverlust im zweiten Geschäftsquartal wie angekündigt deutlich senken. Im kommenden Jahr solle ein dreistelliger Millionenbetrag eingespart werden, sagte Bauer bei einer Analystenkonferenz.

Finanzvorstand Marco Schröter begründete die Einsparungen unter anderem mit dem schwachen US-Dollar. Zwar erwirtschafte Infineon jeweils die Hälfte seines Umsatzes in Euro und in Dollar. Ein Großteil der Kosten falle aber im Euro-Raum an. Daher will Infineon auch verstärkt in Billiglohnländern produzieren.

Nach dem Rücktritt seines Vorgängers Wolfgang Ziebart hatte Bauer bereits in der vergangenen Woche Einsparungen angekündigt, aber noch keine Einzelheiten genannt. Ziebart war nach wochenlangen Querelen "aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens" gegangen.

Mit Blick auf Spekulationen über ein Zusammengehen Infineons mit dem niederländischen Wettbewerber NXP sagte Bauer, das Thema Übernahmen stehe derzeit nicht an. Mit Blick auf die defizitäre Speicherchip-Tochter Qimonda bekräftigte Bauer die Pläne, den Anteil bis zur Hauptversammlung Anfang nächsten Jahres auf unter 50 Prozent zu senken. Derzeit hält Infineon 77,5 Prozent an Qimonda.

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