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Infineon-Chef Reinhard Ploss

Chiphersteller

Infineon verdoppelt den Gewinn

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Neubiberg – Der Neubiberger Chiphersteller Infineon hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich. Davon profitieren Mitarbeiter und Aktionäre.

„Infineon hat mehr verkauft, besser verdient und profitabler gearbeitet“, sagte Vorstandschef Reinhard Ploss. Der Umsatz kletterte in dem am 30. September zu Ende gegangenen Geschäftsjahr um zwölf Prozent auf 4,32 Milliarden Euro. Der Gewinn verdoppelte sich fast von 272 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 535 Millionen Euro. Infineon habe sich rechtzeitig so aufgestellt, dass man schnell und flexibel auf die steigende Nachfrage im vergangenen Geschäftsjahr reagieren konnte, sagte Ploss.

Besonders stark stiegen die Umsätze im Automobil-Geschäft (plus 15 Prozent). Infineon profitierte hier vom starken Wachstum des Marktes in Nordamerika, aber auch in China blieb die Nachfrage insbesondere nach deutschen Luxuswagen, in denen besonders viele Halbleiter verbaut sind. Das Elektromodell i8 von BMW enthalte zum Beispiel 75 Halbleiter von Infineon. Doch auch in Mittelklassefahrzeugen seien Annehmlichkeiten und Sicherheitsfunktionen wie die elektronische Abstandsmessung immer stärker verbreitet, auch hierfür liefert oft Infineon die benötigten Chips.

Große Nachfrage nach Chips für Smartphones

Mehr als eine Milliarde Euro Umsatz machte Infineon auch mit dem Bereich „Power Management & Multimarket“. Hierunter fallen unter anderem die Chips, die in Smartphones und Tablet-Computer eingebaut werden. Auch hier war die Nachfrage weiter hoch. Insbesondere die Silizium-Mikrofone von Infineon, von denen in vielen Smartphones gleich mehrere verbaut sind, bescheren dem Konzern gute Geschäfte. Von den weltweit rund 2,63 Milliarden Silizium-Mikrofonen liefert Infineon fast jedes dritte (29,8 Prozent). Beim Geschäft mit Sicherheitschipkarten profitierte Infineon davon, dass die USA und China nach und nach Kreditkarten mit Chip einführen.

„In einem dynamischen Marktumfeld haben wir überall unsere Chancen genutzt“, bilanzierte Ploss. Davon sollen nun auch die Aktionäre profitieren. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende um 50 Prozent von bislang 12 auf 18 Cent je Aktie vor.

370 neue Jobs in Deutschland

Das Wachstum bei Infineon sorgte auch für zusätzliche Jobs. Zwar entstand der Großteil der rund 3000 neuen Stellen in der Fertigung in Asien. Doch auch an den deutschen Standorten, unter anderem in Regensburg und Dresden, wurden rund 370 neue Mitarbeiter eingestellt.

Auch für das nun laufende Geschäftsjahr 2015 ist Ploss optimistisch. Schon im ersten Quartal werde der Umsatz wohl erneut zweistellig im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigen. „Wir sind zuversichtlich, dass sich dieser Wachstumstrend fortsetzen wird“, sagte Ploss. Er erwarte für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum zwischen sechs und zehn Prozent. Hinzu kommen noch die Effekte der Übernahme des amerikanischen Unternehmens International Rectifier, die im Dezember oder Januar abgeschlossen sein soll.

Philipp Vetter

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