Zukauf in Kalifornien

Infineon vor Milliarden-Übernahme in den USA

Neubiberg - Der Halbleiterhersteller Infineon will sich in den USA mit einem milliardenschweren Zukauf verstärken. 2,25 Milliarden Euro will der Münchner Konzern in Kalifornien investieren. 

Für den auf Energiemanagement spezialisierten Halbleiterhersteller International Rectifier aus Kalifornien wollen die Münchener 40 Dollar je Aktie zahlen - das entspricht einem Wert von rund 3 Milliarden Dollar (2,25 Mrd Euro), wie der Konzern am Mittwochabend in Neubiberg mitteilte.

Der Verwaltungsrat des in Kalifornien heimischen Unternehmens habe bereits zugestimmt. Sollten die Kartellbehörden das auch tun, solle die Übernahme Ende dieses oder Anfang kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Infineon erwarte mit dem Zukauf ein „weiteres Ergebniswachstum“, hieß es. Das Unternehmen werde die Übernahme aus vorhandenen Barmitteln sowie durch Kredite finanzierten.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg bereits berichtet, dass Infineon kurz vor einem Zukauf in den USA stehe. Seit Jahren wird über mögliche Zukäufe des Konzerns spekuliert. Infineon hatte stets betont, dass man sich Übernahmen durchaus vorstellen könne, wenn der Kaufpreis, das Unternehmen und seine Produkte zur Strategie von Infineon passen würde.

Vorstandschef Reinhard Ploss hatte angesichts guter Geschäfte erst jüngst die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2013/14 ein wenig angehoben. Infineon profitiert von einem starken Geschäft mit der Autoindustrie, aber auch vom Geschäft mit erneuerbarer Energieerzeugung, -übertragung und -wandlung, elektrischen Industrieantrieben und Haushaltsgeräten. Dieses Jahr soll der Umsatz auf mehr als 4 Milliarden Euro klettern.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

WLAN im Zug gefordert - Bahn verspricht stabilere Telefonate 
Berlin - Erst kostenloses Internet, bald auch Spielfilme. Die Bahn löst Versprechen für mehr Komfort beim Reisen ein - bisher aber vor allem im ICE. Jetzt muss der …
WLAN im Zug gefordert - Bahn verspricht stabilere Telefonate 
Markenrechte von Schlecker sollen verkauft werden
Düsseldorf - Schlecker will seine Markenrechte verkaufen. Das Insolvenzverfahren der Drogeriekette läuft noch. Die Verhandlungen dürften noch ein paar Jahre in Anspruch …
Markenrechte von Schlecker sollen verkauft werden
Minister: Neues Tierwohl-Siegel nicht zum Nulltarif zu haben
Agrarminister Schmidt nutzt die Bühne der Grünen Woche, um sein Tierwohl-Label vorzustellen. Es soll den Tieren, aber auch den Fleischkonsumenten helfen. Doch noch …
Minister: Neues Tierwohl-Siegel nicht zum Nulltarif zu haben
Gegenwind für Mays Brexit-Kurs in Davos
In Davos wirbt Premierministerin May für Großbritannien als Wirtschaftsstandort mit guten Handelsbeziehungen in alle Welt. Doch für ihren Brexit-Kurs gibt es auch …
Gegenwind für Mays Brexit-Kurs in Davos

Kommentare