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Infineon erhöht Prognose trotz Belastung durch Ukraine-Krieg und Corona

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Ein Infineon-Chip
Der Chip-Hersteller Infineon hat bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Prognose erhöht. © FrankHoermann/Imago Images

Der Münchner Halbleiter-Konzern Infineon profitiert stark von der steigenden Nachfrage und dem enormen Mangel. Jetzt hat der Hersteller die Prognose bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöht.

Neubiberg - Nach einem starken zweiten Quartal hat Infineon bereits zum zweiten Mal im laufenden Jahr die Prognosen für Umsatz und Marge erhöht. Bis zum Ende des Geschäftsjahres am 30. September soll der Umsatz nun bei 13 bis 14 Milliarden Euro liegen, wie der Halbleiter-Konzern aus Neubiberg bei München am Montag mitteilte. Die Spanne liegt damit jetzt um eine halbe Milliarde höher als am Ende des ersten Quartals und 800 Millionen über der ursprünglichen Prognose für das laufende Jahr.

Infineon: Münchner Halbleiter-Hersteller profitiert von hoher Nachfrage

Dahinter stecken zwei Treiber: Vor allem profitiert Infineon von einer sehr starken Nachfrage nach seinen Produkten. Sie übersteige „das Angebot deutlich“, sagte der neue Konzernchef Jochen Hanebeck. Doch auch der im Vergleich zum Euro starke Dollar hilft: Dadurch bleibt bei den in Dollar gestellten Rechnungen mehr bei Infineon hängen. Gleichzeitig soll auch die Marge etwas steigen, der Umsatz also stärker zum Ergebnis beitragen.

Im abgelaufenen zweiten Quartal kam Infineon auf einen Umsatz von knapp 3,3 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 4 Prozent zum Vor- und von 22 Prozent zum Vorjahresquartal und mehr als Analysten erwartet hatten. Der Gewinn lag mit 469 Millionen Euro um knapp drei Prozent über dem Vorquartal. Zum Vorjahresquartal ergab sich sogar mehr als eine Verdoppelung.

Infineon-Chef: Ukraine-Krieg und Corona belasten die Lieferketten

„In einem anspruchsvoller werdenden Umfeld läuft unser Geschäft weiterhin gut“, sagte Hanebeck. Allerdings warnte er auch: „Globale Unwägbarkeiten belasten die Lieferketten, insbesondere der Ukraine-Krieg und der weitere Verlauf der Coronavirus-Pandemie.“ (dpa)

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