Infineon: Trotz Verlusten zufrieden

- München - Gefallene Preise für Speicherchips und hohe Sanierungskosten haben dem Münchner Chiphersteller Infineon rote Zahlen beschert. Elf Millionen Euro Verlust fuhr der Konzern im zweiten Quartal des Geschäftsjahres ein. Analysten hatten ein Plus erwartet.

Trotz der Verluste zeigte sich Unternehmenschef Wolfgang Ziebart zufrieden: "Wir liegen mit unseren Ergebnissen für das abgelaufene Quartal über unseren Erwartungen", sagte er, fügte aber hinzu: "Natürlich müssen wir noch weiter an der Ergebnisschraube drehen."

Für das gesamte Geschäftsjahr peile Infineon ohne die Speicherchiptochter Qimonda mindestens eine schwarze Null an, lautete seine verhaltene Prognose. Der Chiphersteller hatte in den vergangenen Jahren meist rote Zahlen geliefert. Der Umsatz inklusive der Speicherchiptochter Qimonda fiel im Vergleich zum Vorquartal von 2,13 Milliarden Euro auf 1,96 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug 49 Millionen - allerdings verzeichnet Infineon ohne Qimonda einen operativen Verlust von 28 Millionen Euro.

Infineon begründete die roten Zahlen mit Sanierungsaufwendungen und Abschreibungen von Vermögensgegenständen. Allein die Pleite des Handyherstellers BenQ habe das Unternehmen im zweiten Quartal 4,7 Millionen Euro gekostet.

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