Infineon: Trotz Verlusten zufrieden

- München - Gefallene Preise für Speicherchips und hohe Sanierungskosten haben dem Münchner Chiphersteller Infineon rote Zahlen beschert. Elf Millionen Euro Verlust fuhr der Konzern im zweiten Quartal des Geschäftsjahres ein. Analysten hatten ein Plus erwartet.

Trotz der Verluste zeigte sich Unternehmenschef Wolfgang Ziebart zufrieden: "Wir liegen mit unseren Ergebnissen für das abgelaufene Quartal über unseren Erwartungen", sagte er, fügte aber hinzu: "Natürlich müssen wir noch weiter an der Ergebnisschraube drehen."

Für das gesamte Geschäftsjahr peile Infineon ohne die Speicherchiptochter Qimonda mindestens eine schwarze Null an, lautete seine verhaltene Prognose. Der Chiphersteller hatte in den vergangenen Jahren meist rote Zahlen geliefert. Der Umsatz inklusive der Speicherchiptochter Qimonda fiel im Vergleich zum Vorquartal von 2,13 Milliarden Euro auf 1,96 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug 49 Millionen - allerdings verzeichnet Infineon ohne Qimonda einen operativen Verlust von 28 Millionen Euro.

Infineon begründete die roten Zahlen mit Sanierungsaufwendungen und Abschreibungen von Vermögensgegenständen. Allein die Pleite des Handyherstellers BenQ habe das Unternehmen im zweiten Quartal 4,7 Millionen Euro gekostet.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Inflation 2017 so hoch wie lange nicht mehr
Im vergangenen Jahr hat die Inflation in Deutschland deutlich angezogen. Vor allem Energie, Lebensmittel und Mieten sind teurer geworden. 
Inflation 2017 so hoch wie lange nicht mehr
Leicht rückläufiger Euro stützt Dax-Erholung
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax ist am Dienstag mit Rückenwind der asiatischen Börsen freundlich gestartet. Stützend wirkte zudem der aktuell wieder etwas rückläufige …
Leicht rückläufiger Euro stützt Dax-Erholung
Weitere Milliardenkosten für BP
London (dpa) - Die Bewältigung der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko schlägt beim britischen BP-Konzern mit weiteren Milliardenbeträgen zu Buche.
Weitere Milliardenkosten für BP
Gastgewerbe bleibt auf Wachstumskurs
Wiesbaden (dpa) - Die Hotels und Gaststätten in Deutschland haben auch im November 2017 ihren Wachstumskurs beibehalten. Ihre Umsätze lagen preisbereinigt 1,1 Prozent …
Gastgewerbe bleibt auf Wachstumskurs

Kommentare