Infineon verkauft Festplatten-Sparte

München - Der Chiphersteller Infineon wird seine Festplatten-Sparte an die amerikanische Firma LSI verkaufen. Zu Entlassungen soll es nicht kommen.

Die Transaktion werde voraussichtlich im zweiten Quartal abgeschlossen, teilte Infineon am Montag in München mit. Bei der Übernahme würden sämtliche Geschäftsaktivitäten übertragen. Es werde keine Entlassungen geben, da ein Großteil der Mitarbeiter bei Infineon angestellt bleibe. "Der Verkauf der Festplatten-Sparte ist ein weiterer Schritt für Infineon bei der Fokussierung unserer Aktivitäten auf das Kerngeschäft des Unternehmens", hieß es.

Infineon produziert in der verkauften Sparte sogenannte Controller für Festplatten. Diese Chips steuern den Informationsfluss auf den Datenspeicher. Laut einem Sprecher beträgt der Weltmarkt-Anteil fünf Prozent. Umsatz- und Ergebniszahlen nannte er keine. "Das ist für uns ein eher exotisches Betätigungsfeld", begründete der Sprecher den Verkauf. Mit der amerikanischen Firma LSI unterhält Infineon schon seit einiger Zeit Geschäftskontakte. Zuletzt hatte der DAX-Konzern die Mobilfunkaktivitäten der US-Amerikaner übernommen.

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